Zukunftswerkstatt Saar organisiert Baumpflanzung an Schule Dillingen

Zukunftswerkstatt : Durch Apfelbäume zusammenwachsen

Alte Obstsorten pflanzen und hegen, das soll das Miteinander im Dillinger Schulzentrum nachhaltig fördern.

Wer kennt heute noch Gravensteiner, Elstar oder Rubinette? Früher lagen die auf Apfelkuchen, waren als Kompott auf dem Brot oder wurden frisch vom Baum gegessen. Bäumchen dieser alten Apfelsorten stehen jetzt zwischen der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule und dem TGBBZ Dillingen. Die 15 etwa zwei Meter hohen Gewächse wurden von dem Dillinger Softwareunternehmen S&D gespendet. Eine Idee der Mitarbeiter sei das, sagte Geschäftsführer Lars Klein. „Da wir sehr viel reisen müssen, ist das eine Art CO2-Ausgleich.“

Umgesetzt wurde die Idee von der Zukunftswerkstatt Saar mit der Stadt Dillingen, dem Kreis, beiden Schulen sowie dem Dienstleister Saaris. Im ausgewachsenen Zustand werden die Obstbäume um die neun Meter hoch sein mit einem ungefähr gleich großen Kronendurchmesser. Die dafür gewählten Standorte seien unproblematisch, stellte Charlotte Kurz dar, Amtsleiterin Immobilienmanagement des Landkreises. Damit eventuelle spätere Erweiterungen der Schule nicht behindert werden und mit ausreichendem Abstand wegen Bienen und Wespen.

Die Bäume sollen Teil der Nachhaltigkeit in Dillingen sein, erklärte Christine Wagner, Bildungsreferentin der Zukunftswerkstatt Saar. Dazu gehört seit rund drei Jahren eine Streuobstwiese nahe der Saar mit 30 Bäumen auf 14 000 Quadratmetern. Angelegt wurde diese Fläche mit dem TGBBZ als schulortnaher Lernort und grünes Klassenzimmer. Damit verbunden sind Workshops und Pflegemaßnahmen. Von der Anlage können umliegende Schulen und Kindergärten profitieren.

An der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule werde das Thema Nachhaltigkeit nun in der 6. Klasse umgesetzt, sagte Lisa Schmitt, Klassenlehrerin und Unesco-Schul-Koordinatorin. Deshalb seien sie froh, „an unserer Schule alte Apfelsorten pflanzen zu können“.

Neben einem Gespür für die Natur fördern die Workshops der Zukunftswerkstatt auch die Zusammenarbeit und das Miteinander der Schüler. Beispielsweise in Klassen der beruflichen Grundausbildung des TGBBZ. Zwei der Klassen im Metallbereich fertigten eine Wellenbank, die auf der Streuobstwiese aufgestellt wird. „Das ist ein Projekt, das wird von Generation zu Generation weitergeführt“, so Klassenlehrerin Isthar Greiner. Die Bank selbst war von dem inzwischen verstorbenen Gründer der Zukunftswerkstatt, Rudi Peter, gespendet worden.

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