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EVS
Ziel ist immer mehr Wiederverwertung

Offizieller erster Spatenstich: Bürgermeister Franz-Josef Berg, die Landtagsabgeordneten  Günter Heinrich, Petra Berg und Raphael Schäfer sowie die  beiden EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann und Michael Philippi (von links) greifen zur Schaufel.
Offizieller erster Spatenstich: Bürgermeister Franz-Josef Berg, die Landtagsabgeordneten  Günter Heinrich, Petra Berg und Raphael Schäfer sowie die  beiden EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann und Michael Philippi (von links) greifen zur Schaufel. FOTO: Jörg O. Laux / Jörg O.Laux
Dillingen. In Dillingen entsteht das größte Wertstoffzentrum im Saarland. Einweihung soll schon in diesem Sommer sein. Von Jörg Laux

 Als einen idealen Standort bezeichnete der Dillinger
Bürgermeister Franz-Josef Berg die Baustelle Ecke Paul Desfossez-Allee/An der Papiermühle, auf der bis zum Sommer der neue EVS-Wertstoffhof in Dillingen entstehen soll. Knapp 100 Meter vom alten Wertstoffhof entfernt, sei auch das neue Wertstoffzentrum verkehrstechnisch zentral gelegen und so, gut für alle Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Anlässlich des ersten Spatenstichs am Freitag waren neben dem Dillinger Verwaltungschef, die beiden Geschäftsführer der EVS, Georg Jungmann und Michael Philippi, nebst Gästen nach Dillingen gekommen.
Insgesamt 820 000 Euro soll der neue Wertstoffhof kosten, von denen 600 000 Euro über den Entsorgungsverband Saar finanziert werden. Mit 3700 Quadratmetern umzäumter Fläche wird das neue Dillinger Wertstoffzentrum, das auf einem ehemaligen Gelände der Dillinger Hütte errichtet wird, das bisher größte im Saarland sein.


Jungmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Dillinger Wertstoffhof, auch aufgrund seines erweiterten Angebots, der
EVS-Philosophie der Müllvermeidung und Mülltrennung voll Rechnung trage. 60 Prozent des Mülls werde zum Beispiel derzeit in der
Müllverbrennungsanlage Velsen verstromt. Diese Leistung reiche, um den Kreis Merzig-Wadern mit Strom zu versorgen. Selbst die zurückbleibende Schlacke werde zu großen Teilen über den Straßenbau wiederverwertet.
Von den 19 Wertstoffzentren im Saarland sei Dillingen gemeinsam mit Illingen das einzige, auf dem auch Photovoltaikanlagen und
Nachtspeicheröfen entsorgt werden könnten. Darüber hinaus können
Zahlreiche Wertstoffe - von A wie Altkleider bis Z wie Zinkblech - auf
dem EVS Wertstoff-Zentrum Dillingen abgegeben werden. Eine befahrbare Rampe ist ein besonderes Kennzeichen der modernen Konzeption. Sie ermöglicht das bequeme und rückenschonende Entladen in die Container.
EVS-Projektleiter Ralph Kien hob hervor, dass von den rund 30 Wertstofffraktionen, die am Standort entsorgt werden könnten, die meisten Abgaben kostenlos seien. Lediglich für Baumischstoffe, Altholz
oder Reifen werde ein geringes Entgelt fällig. Gestaffelt seien die
Preise kundenfreundlich nach Kleinstmengen vom Pkw-Kofferraum bis hin zum Pkw-Anhänger. Durch das breite Angebot der Wertstoffzentren, so Kien weiter, unter anderem auch der Annahme von Sperrmüll, würden derzeit 80 Prozent des Sperrmülls im Saarland über Wertstoffzentren abgewickelt.
Das bestehende Wertstoff-Zentrum Dillingen wird im Laufe des Jahres
durch das neue ersetzt. Im Sommer soll Einweihung gefeiert werden.