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"Wolli" Lehnen macht Kinder in Wald und Flur zu Umweltrangern

"Wolli" Lehnen macht Kinder in Wald und Flur zu Umweltrangern

Dillingen. Der nagelneue schwarze Ford Ranger glänzt in der Sonne. Auf der Fahrer- und Beifahrertür funkelt das Emblem des Deutschen Wildschutz-Verbandes. Wolfgang Lehnen, Regionalleiter des Verbandes im Saarland, ist stolz auf seinen neuen Geländewagen. Und froh, dass er ihn nicht bezahlen muss

Dillingen. Der nagelneue schwarze Ford Ranger glänzt in der Sonne. Auf der Fahrer- und Beifahrertür funkelt das Emblem des Deutschen Wildschutz-Verbandes. Wolfgang Lehnen, Regionalleiter des Verbandes im Saarland, ist stolz auf seinen neuen Geländewagen. Und froh, dass er ihn nicht bezahlen muss. Denn den für seine Arbeit so wichtigen Geländewagen leiht ihm die Ford Central-Garage Schaeffer in Dillingen aus. Ein Jahr lang darf er das Auto kostenlos fahren. Ford zahlt außerdem Steuern und Versicherung für den Ranger. Bis vor kurzem fuhr Wolfgang Lehnen einen Geländewagen Baujahr 1997. Lehnen: "Da ist so langsam alles kaputt, was kaputt gehen kann. Die Reparatur hätte rund 6000 Euro gekostet, mehr als der Wagen wert ist." Das er von den Kosten entlastet wird, freut Lehnen ganz im Sinne der Sache: "Was ich am Wagen gespare, fließt direkt in die Projekte", erzählt er.Lehnen bildet als "Wolli" Kinder und Jugendliche zu Natur- und Umweltrangern aus. Er beschreibt die Arbeit als nachhaltige Natur- und Umwelterziehung. Sein Ziel ist, den Kindern die Natur näher zu bringen. So reist er etwa mit einer Ausstellung mit ausgestopften Tieren, Tonaufnahmen von Tierstimmen und einem Film durch saarländische Schulen. Doch dabei bleibt es nicht. "Wolli" betreut die Schulen ein ganzes Jahr über. So wird den Schulen etwa ein Projekt in die Hand gegeben, welches die Schüler bewältigen sollen. Beispielsweise: Wie kann man ein Fließgewässer renaturieren? Wer mitmachen will, schließt sich dem Netzwerk "Bildung durch nachhaltige Entwicklung" an, welches Wolfgang Lehnen im Februar gegründet hat. Mitglieder sind derzeit Schulen in Brotdorf, Beaumarais, Gisingen, Perl, Wahlen, Wallerfangen und Merzig. Finanziert wird seine Arbeit durch Mitgliederbeiträgen des Wildschutz-Verbandes und Spenden. Öffentliche Förderung bekommt der Umweltpädagoge bisher nicht. Lehnen: "Ich habe aber vor einigen Wochen einen Antrag beim Bildungsministerium auf Erteilung eines offiziellen Bildungsauftrags gestellt." Seit August 2008 liegt dem Ministerium außerdem ein Antrag vor, in dem der Pädagoge darum bittet, seine Ausbildung zum Natur- und Umweltranger zertifizierten zu lassen. Lehnen: "Dann können wir auch Gebühren von den Schulen nehmen und die können sich das Geld vom Ministerium wieder holen. Dann wäre unser Projekt gesichert." Und "Wolli" könnte sich auf das konzentrieren, was er am liebsten macht: Kinder und Jugendliche für die Umwelt und Natur vor ihrer Haustür begeistern.Weitere Infos gibt es bei Wolfgang "Wolli" Lehnen unter Telefon (0163) 5 69 37 21.