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Wo tausende Sterne an der Decke prangen

Wo tausende Sterne an der Decke prangen

Die neue Kopernikus-Aula an der Dillinger Odilienschule soll Schülern und Astronomievereinen das Firmament näherbringen. Die Decke des Raumes bildet einen Ausschnitt des nördlichen Sternenhimmels ab.

Lange hat es gedauert, aber nun ist sie eröffnet: Die Kopernikus-Aula an der Grundschule Odilienschule in Dillingen, ein Lehrsaal für Astronomie. Der multifunktionale Raum mit Sternenhimmel soll nicht nur den 212 Odilienschülern das Firmament anschaulich näher bringen, sondern auch anderen Schulen oder Astronomievereinen zur Verfügung stehen. "Mit dem Kopernikus-Saal hat die Stadt Dillingen ein bisher einmaliges Projekt an einer Schule im Saarland geschaffen", erklärte Bürgermeister Franz-Josef Berg (CDU); er räumte aber auch ein, dass wegen der hohen Kosten heftige Diskussionen im Stadtrat vorausgingen. 275 000 Euro kostete das Pilotprojekt letztlich, Zuschüsse kamen von Land und Bund.

Drei Jahre lang wurde hier gebaut; nachdem 2010 die Decke der Aula einsturzgefährdet war und die Schüler umgesiedelt werden mussten, waren ohnehin Baumaßnahmen an der Schule notwendig geworden. Dann gab es immer wieder Verzögerungen, etwa Probleme mit der Statik angesichts der gewölbten Decke, erklärte Berg: "Insgesamt war es eine sehr knifflige Baustelle für die zwölf Firmen."

Die Decke bildet maßstabgetreu einen Ausschnitt des nördlichen Sternenhimmels ab, mit mehr als 4000 großen und kleinen Lichtern. Sternbilder oder Planeten können auch einzeln beleuchtet werden, gesteuert über eine Computeranlage. Außerdem wurde in der Aula ein neuer Boden verlegt, ein Podest eingebaut, Beamer und Leinwand installiert. Benannt ist der neue Saal nach dem berühmten Astronomen Nikolaus Kopernikus, der, gespielt von Karl-Heinz Becker von der Katholischen Laienbühne Dillingen, persönlich zur Eröffnung kam. Zusammen mit drei Viertklässlerinnen gab er in einem Rollenspiel eine kurze Einführung in den historischen Hintergrund.