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Wo die Technik nicht mehr weiterhilft

Wo die Technik nicht mehr weiterhilft

Mithilfe einer neuen Drehleiter können verunglückte Mitarbeiter der Dillinger Hütte nun leichter geborgen werden. Außerdem wurden elf Mitglieder der Werksfeuerwehr zu Höhenrettern ausgebildet.

Die Werksfeuerwehr der Dillinger Hütte hat erstmals in ihrer Geschichte eine moderne und leistungsstarke 30-Meter-Drehleiter in Betrieb genommen. Bei ihrer Jahreshauptübung hatte die Werksfeuerwehr vor wenigen Tagen diese Neuanschaffung vorgestellt.

Aber nicht überall reicht diese 30-Meter-Leiter aus, um in den gewaltigen Industrieanlagen der Dillinger Hütte verunglückten Mitarbeitern in luftiger Höhe zu helfen. Dort, wo auch diese Drehleiter nicht mehr helfen kann, kommt nun die neue Höhenrettungsgruppe der Werksfeuerwehr zum Einsatz.

Neue Rettungsspezialisten

Elf Mann der Werksfeuerwehr wurden in insgesamt 80 Übungsstunden zu Höhenrettern ausgebildet. Nachdem sie mit Erfolg ihre Prüfung abgelegt hatten, demonstrierten diese Rettungsspezialisten ihre besondere Leistungsfähigkeit eindrucksvoll bei der Jahreshauptübung.

Mittels einer eilig aufgebauten Schrägseilbahn retteten sie bei der Übung zwei Verletzte in luftiger Höhe vom Dach des Schaltanlagengebäudes. Die Zuschauer vom Fach waren beeindruckt und honorierten die vorzügliche Leitung der Dillinger Höhenretter mit spontanem Applaus.

Ausbildung zum Ausbilder

Unterstützt wurden die Dillinger Höhenretter von ihren Neunkirchen Kollegen. Im dortigen Hüttenwerk existiert bereits seit 2008 eine derartige Höhenrettungsgruppe. Ansonsten gibt es im Saarland lediglich in Merzig für den Landkreis Merzig sowie bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken eine spezielle Einheit extra zum Retten aus großen Höhen.

In einem zweiten Schritt werden nun drei Mitglieder der Dillinger Höhenrettungsgruppe ihrerseits zu neuen Ausbildern ausgebildet. Die Höhenretter müssen übrigens ihre besondere Qualifikation in jährlich 72 zusätzlichen Übungsstunden nachweisen.