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| 20:41 Uhr

Rathaussturm in Dillingen
Wie frisch vom Traumschiff

Der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg in Käpt’ns Schick – und in Gewahrsam der Pähter Dickkäpp und dessen Prinzenpaar Ralf I. sowie Jessica I.  Foto: Johannes A. Bodwing
Der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg in Käpt’ns Schick – und in Gewahrsam der Pähter Dickkäpp und dessen Prinzenpaar Ralf I. sowie Jessica I. Foto: Johannes A. Bodwing FOTO: Foto: Johannes A. Bodwing
Dillingen. Pähter Dickkäpp hindern Franz-Josef Berg gerade noch an der Flucht in die Karibik.

Achtung, Narren kreuzen die Fahrbahn, hieß es gestern Nachmittag in Dillingen. Bunt kostümiert, mit Ziehwägelchen und Lautsprecherboxen auf Rädern zogen sie am Fetten Donnerstag durch die Hüttenstadt. Ihr erstes Ziel war die Verwaltungsburg am Hoyerswerdaplatz, die es zu stürmen galt. Dort hatte sich längst der Faasend-Virus ausgebreitet. Büros waren verwaist, statt Ordnern und Formularen waren Sektgläser und Bierchen in Bearbeitung. Währenddessen wiegelten vor den Toren die Pähter Dickkäpp mit Prinzenpaar Ralf I. und Jessica I. das närrische Volk gegen „Käpten Mountain“ auf. Der wirkte wie frisch vom Traumschiff. Im weißen Jackett und mit Kapitänsmütze wollte sich Bürgermeister Franz-Josef Berg in die Karibik davonstehlen. Dazu lag die MS Dillingen bereits vor Anker.

„Als Käpten Mountain sitz eich gleich off meinem Schiff“, tönte er vom ersten Stock herab. „Dann geht‘s ab in die Karibik, umschiffe dabei jedes Riff.“ „Abhauen wollten die in die weite Welt, unn datt bestimmt mit usam Geld“, rief das Prinzenpaar von unten. Die Kommando-Brücke werden sie jetzt entern, und die MS Dillingen bringen sie zum Kentern. „Mir stürmen deinen Dampfer unn hollen dich mit“, drohte Jürgen Bollbach von den Dickkäpp. „Los ihr Narren“, machte Präsidentin Petra Schmitt Druck, „greifen an, awa lossen noch alles an nem draan“.

Trotz Verstärkung der „Windbeutel“ aus dem befreundeten Creutzwald bröckelte die Verteidigung. Als Gefangener der Dickkäpp verließ Berg schließlich sein Bürokratendomizil. Wenig später krachte ein Böller zum Start für den Dillinger Umzug. Vom Hoyerswerdaplatz aus gingen knapp 30 Wagen und Gruppen auf die Strecke quer durch die Stadt. Mit „Käpten Mountain“ auf seinem weißen Kreuzfahrtschiffchen als Beute.

Durch die Merziger Straße zog der Narrentross, durch die Hüttenwerkstraße, am Saardom vorbei und weiter in Richtung Römerhalle nach Pachten. Dort nistete sich das ausgelassene Volk ein, trocken, warm und bei Stimmungsmusik bis in die Nacht hinein.

(az)