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Wie der Terror auf Menschen wirkt

Wie der Terror auf Menschen wirkt

Der 11. September ist heute ein Synonym für Terror, für einen Tag, der die Welt veränderte. Was verbinden die Menschen heute noch mit dem Tag des Terroranschlags auf das World Trade Center: Das hat die SZ über Facebook gefragt – und viele Antworten bekommen.

Sprachlosigkeit. Fassungslosigkeit. Angst. Das sind die Schlagworte, die man immer wieder hört, geht es um die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York. Was gestern vor zwölf Jahren geschah, beschäftigt nach wie vor die Menschen in der Region, was die Resonanz auf unseren Facebook-Aufruf beweist. Ähnlich wie am Tag, an dem US-Präsident John F. Kennedy starb, erinnern sich auch heute die Menschen noch ganz genau daran, was sie gemacht haben, als die Flugzeuge ins World Trade Center flogen.

"Wir haben den ganzen Tag sprachlos vorm Fernseher verbracht - und auch die nächsten Tage", schreibt beispielsweise Ingrid Kraushaar. Und Eva Weber erinnert sich daran, "als ob es gestern gewesen wäre". "Der Terror war plötzlich allgegenwärtig", schreibt der Nutzer MA Müller. Und erinnert sich an eine besondere Situation an seiner damaligen Schule. Am Tag nach den Anschlägen gab es dort einen unangekündigten Feueralarm, "was einige von uns Schülern doch stark beunruhigte". Das werde ihm immer in Erinnerung bleiben.

Ewig wird dieser Tag auch Dagmar Kessler in Erinnerung bleiben. Sie schreibt: "Ich lebe fünf Stunden entfernt von New York (Pennsylvania). Wir haben unsere Kinder aus der Schule geholt, weil noch ein Flugzeug über Pennsylvania war (abgestürzt etwa 45 Minuten von hier)." Und sie fügt hinzu: "Ich habe immer gedacht, dass das Schlimmste, das ich je gesehen habe, die Flugabstürze 1988 in Ramstein waren." Was in New York passiert sei, sei für sie heute noch "unglaublich".

Auch der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald erinnert sich an diesen Tag sehr genau. Er war zum damaligen Zeitpunkt noch Regierungssprecher. Er hatte eine Besprechung in Saarbrücken und war auf der Rückfahrt im Auto in die Staatskanzlei, als er kurz nach 15 Uhr die Meldungen im Radio hörte. Dazu Recktenwald: "Ungläubig schaltete ich im Büro den Fernseher ein - Der Tag änderte sich schlagartig, und ich organisierte für den Ministerpräsidenten Interviews und Stellungnahmen bis hin zum Studiobesuch im Aktuellen Bericht." Recktenwald weiter: "Ich denke, niemand vergisst, was er zu dieser Zeit gemacht hat."Mit dem traditionellen 9/11-Lauf gedenkt die US Army Garnison Baumholder der Anschläge vom 11. September 2001. Der Kommandeur der USAG Baumholder, Oberstleutnant (Lieutenant Colonel) Michael Sullivan, begrüßte zu dieser Veranstaltung besondere Gäste. Der kommandierende General der US Heeresstreitkräfte Europa (USAREUR), Generalleutnant (Lieutenant General) Donald M. Campbell, und sein ranghöchster Unteroffizier, Oberstabsfeldwebel (Command Sergeant Major) David S. Davenport, kamen nach Baumholder, um an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen. In der US-Sporthalle Hall of Champions wurden zunächst die deutsche und amerikanische Nationalhymne von Rachel Holliday, Schülerin der Baumholder High School, gesungen. Nach einer Schweigeminute und traditionellen Glockenschlägen, erinnerte Campbell in einer kurzen Ansprache der vielen Opfer und Gefallenen seit den terroristischen Anschlägen 2001, bevor es auf die fünf Kilometer lange Strecke ging. "Wir gedenken heute der vielen Zivilisten, Feuerwehrleuten, Polizisten und Soldaten, die durch die Anschläge vom 11. September ihr Leben verloren haben. Sie bleiben in unserer Erinnerung, wegen ihnen sind wir heute hier", sagte Campbell. Bei nasskaltem Wetter startete der General erst den Lauf - 400 Teilnehmer gingen auf die Strecke - und mischte sich dann selbst, gemeinsam mit seinem Oberstabsfeldwebel und den Kommandierenden der USAG Baumholder, unter die Läufer. Mit 20.10 Minuten gewann Travis Gere in der männlichen Konkurrenz. Sieger bei den Frauen wurde Jessica Allen in 21.54 Minuten. Bestes Kind war Treston Henry mit 36.28 Minuten, und die beste geschlossene Gruppe war die Stabskompanie der USAG Baumholder unter der Führung von Hauptmann (Captain) Serge Ngwanza.