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WG-Duell: Fritsch trifft mit Diefflen auf seinen Ex-Club Wiesbach

Diefflen. Das Duell des FV Diefflen an diesem Samstag in der Oberliga ist für Michael Fritsch ein ganz besonderes. Der Neuzugang des FV trifft in diesem Duell nicht nur auf seinen Ex-Club sondern auch auf seinen WG-Mitbewohner Niklas Alles, der in Wiesbach spielt. Philipp Semmler

Michael Fritsch, Neuzugang des Fußball-Oberligisten FV Diefflen , kann es kaum erwarten, dass an diesem Samstag um 15.30 Uhr das Oberliga-Derby gegen den FC Hertha Wiesbach im Dillinger Parkstadion angepfiffen wird. "Ich freue mich riesig auf das Spiel", erklärt der 27-Jährige.



Kein Wunder, schließlich geht es für den defensiven Mittelfeldspieler gegen seinen Ex-Club, für den er vier Jahre lang spielte. "Ich hatte dort eine super Zeit, aber in der letzten Saison lief nicht mehr alles so rund. Deshalb habe ich eine neue Herausforderung gesucht", berichtet der aus dem rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbachs stammende Fritsch. Der Dieffler Neuzugang präzisiert: "Ich habe in Wiesbach das absolute Vertrauen vermisst. In Diefflen war dagegen jeder bemüht, dass ich komme. Das hat mir sehr gut gefallen", erzählt der Lehramts-Student, der gerade an seiner Examensarbeit schreibt. Das Duell gegen Wiesbach ist für Fritsch nicht nur wegen der Tatsache, dass es gegen den alten Verein geht, eine besondere Partie. Denn Fritsch, der für den SC Idar-Oberstein auch schon drei Mal in der Regionalliga spielte, trifft in diesem Spiel auch auf seinen Mitbewohner Niklas Alles und seinen Studienkollegen Marius Neumeier. "Mit Niklas habe ich in Saarbrücken eine WG und auch Marius sehe ich wegen des Studiums fast jeden Tag", erzählt der 27-Jährige.

So ist Fritsch auch immer noch bestens informiert, wie es beim kommenden Gegner läuft. Mit zwei Punkten aus drei Begegnungen ist die Hertha eher bescheiden aus den Startlöchern gekommen. Am Mittwoch gab es ein 3:4 zu Hause gegen den TuS Mechtersheim. "Marius hat mir erzählt, dass es eine recht unglückliche Niederlage gewesen sein muss", berichtet Fritsch.

Diefflen kam dagegen in seinem Wochenspiel am Mittwoch zu einem 3:0-Auswärtssieg bei Mitaufsteiger SV Morlautern und hat nun schon sechs Zähler auf dem Konto. "Vor allem kämpferisch war das in Morlautern eine richtig starke Leistung von uns", freut sich Fritsch, der Mitte der zweiten Hälfte für Yacine Baizidi eingewechselt wurde.

"Dass ich nicht von Beginn an spiele, war mit Trainer Thomas Hofer abgesprochen, weil er die Startelf vom 3:0-Sieg gegen Ludwigshafen am Samstag nicht verändern wollte", erzählt Fritsch. In der Partie gegen Ludwigshafen war der 27-Jährige nach einem Platzverweis beim Saisonauftakt in Jägersburg (1:4) noch gesperrt.



In Morlautern brachte Fabian Poß Diefflen vor 290 Zuschauern neun Minuten vor der Pause in Führung. Er nutzte dabei eine Unaufmerksamkeit der beiden Innenverteidiger der Hausherren. In der 76. Minute schob Chris Haase nach einem Solo zum 2:0 für Diefflen ein. Fünf Minuten vor Schluss legte Diefflen noch das 3:0 nach. Ob Fabian Blass oder Morlauterns Abwehrspieler Robin Cronauer den Ball über die Linie beförderten, war nicht genau zu erkennen.