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Wenn Farbstoffe sich in Kunstwerke verwandeln

Die Kunstwerke von Magdalena Grandmontagne erinnern bisweilen an Oberflächen fremder Planeten. Foto: Mazurkiewicz-Wonn
Die Kunstwerke von Magdalena Grandmontagne erinnern bisweilen an Oberflächen fremder Planeten. Foto: Mazurkiewicz-Wonn FOTO: Mazurkiewicz-Wonn
Dillingen. Sie verbindet Tusche oder Farbe mit dem Schmelz natürlicher Materialien. So erschafft die in Saarlouis geborene Künstlerin Magdalena Grandmontagne reizvolle Werke, die an die Oberflächen fremder Planeten erinnern. red

"Verwandlungen" nennt Magdalena Grandmontagne ihre Bilder, die sie in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Dillingen von Sonntag, 4. Dezember, bis Donnerstag, 22. Dezember, in den Ausstellungsräumen des Alten Schlosses präsentiert. Hier stellt die in der Hüttenstadt aufgewachsene und in Lothringen lebende Malerin und Grafikerin drei aktuelle Werkgruppen einander gegenüber. Obgleich mit unterschiedlichen Materialien verbunden, sind diese in künstlerischer Hinsicht eng miteinander verwandt.

Die Aura antiker Schrifttafeln

In ihren Enkaustikarbeiten verbinden sich Tusche oder Farbe mit dem Schmelz des natürlichen Materials. Mit rasterartigen Strukturen bedeckte Leinwände beschwören die geheimnisvolle Aura antiker Schrifttafeln herauf. Das Rundformat, das dem Betrachter in einigen der ausgestellten Wachsmalereien begegnet, kennzeichnet auch die auf schwarzen Grund applizierten Bleibilder der saarländischen Künstlerin. Über Monate hinweg der natürlichen Witterung ausgesetzt und danach im Atelier mit mineralischen Pigmenten und der Radiernadel bearbeitet, erinnern die fragilen "Himmelsscheiben" an die Oberflächenstrukturen ferner Gestirne. Für ihre Papierarbeiten verwendet Magdalena Grandmontagne nur zwei Farbstoffe . Mit deren Hilfe verwandelt sie das einfache Material in einen Träger, auf dem Eisenoxid und Ultramarin zu nuancenreichsten Blau-Ocker-Klängen zusammenfinden. Gerade aus diesem Zusammenspiel - der Verbindung des Gewordenen mit dem Gemachten - entsteht der "Zauber der Verwandlung", der dem Schaffen von Magdalena Grandmontagne zugrunde liegt.

Kunststudium in Nizza

Die in Saarlouis geborene Künstlerin absolvierte von 1970 bis 1975 ihr Kunststudium an der der "Ecole des Arts Décoratifs" in Nizza. In den 1980er Jahren war sie als Leiterin und Dozentin für Malerei und Radierung an der "Académie de Gravure" in Cabris (Südfrankreich) tätig.

Seit 1990 arbeitet Magdalena Grandmontagne in ihrem Atelier "Fermate" in Beckerholz/Lothringen. Bislang war die Künstlerin mit ihren Werken in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie im Rahmen verschiedener Performances vertreten.

Vernissage: Sonntag,

4. Dezember 2016, 11 Uhr.

Begrüßung: Dr. Lambert

Holschuh, 1. Vorsitzender.

Zur Arbeit spricht: Wolfgang Birk, Kunsthistoriker. Finissage: Donnerstag, 22. Dezember,

18 Uhr, mit einem Vortrag

von Prof. Wolfgang Werner.

Altes Schloss Dillingen , Schlossstr.10, Dillingen .

Öffnungszeiten: Freitag und Samstag von 16 Uhr bis 19 Uhr,

Sonntag von 14 Uhr bis 18 Uhr

im Beisein der Künstlerin.