1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Dillingen

Weitere 17 Haltestellen in Dillingen werden barrierefrei

Bushaltestelle : Weitere Bushaltestellen werden barrierefrei

Der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen wird in Dillingen konsequent fortgeführt. Vorgesehen ist der Einbau von speziellen 16 Zentimeter oder 18 Zentimeter hohen Busbordsteinen, um einen niveauangepassten Einstieg in die Busse zu gewährleisten.

Zur Orientierung Sehbehinderter werden alle Haltestellen mit entsprechenden weißen taktilen Orientierungselementen und einem dazu abgestimmten kontrastreichen Pflaster ausgestattet. Vier Haltepunkte werden mit einer neuen Wartehalle ausgestattet. Alle Haltepunkte werden mit einer Fahrgast-Informationssäule und einem Abfallbehälter ausgestattet.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung dem Ausbau von 18 Haltestellen bereits zugestimmt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 488 000 Euro und werden aus dem Sonderprogramm der Landesregierung zur Förderung des barrierefreien Um- und Neubaus von Haltestellen mit 90 Prozent gefördert. Die Stadt Dillingen hatte bis 2016 bereits 28 von insgesamt 116 in der städtischen Unterhaltungslast befindlichen Haltepunkte ausgebaut. Weitere 17 Haltestellen kamen 2018 hinzu. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr ein Sonderprogramm zur Förderung des barrierefreien Um- und Neubaus von Haltestellen im Saarland auf den Weg gebracht. Da die Kommunen durch ihre finanzielle Situation nicht in der Lage sind, die gesetzliche Vorgabe des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) grundsätzlich bis zum 1. Januar 2022 zu erfüllen, schuf die Landesregierung auf Grundlage des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG Saarland) neue Fördermöglichkeiten. Demnach werden 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert.

Da das Programm bis zum 31. Dezember 2019 befristet ist, will die Stadtverwaltung über diese Fördermöglichkeit den Ausbau von Haltestellen im Stadtgebiet möglichst schnell voranbringen. „Wir, als Inklusionsstadt, haben seit vielen Jahren schon unser Augenmerk auf die Barrierefreiheit gerichtet. Die Fördermöglichkeiten der Landesregierung helfen uns natürlich immens, den Ausbau von barrierefreien Haltestellen voranzubringen“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg. Darüber hinaus profitierten nicht nur Menschen mit Behinderungen von den barrierefreien Zugängen zu Bussen. „Es erleichtert das Einsteigen unter anderem auch älteren Mitmenschen oder Fahrgästen mit Kinderwagen“, sagt Berg.

Ab August sollen Bushaltestellen am Kaufland, in der Konrad-Adenauer-Allee, in der Dillinger Straße in Diefflen sowie in Pachten und auf der Pachtener Heide ausgebaut werden.