| 20:26 Uhr

Fußball
Voller Optimismus in die Rückrunde

Jan Issa war der Wunschspieler von Diefflens Trainer Thomas Hofer. Allerdings hat der Flügelflitzer nach einem Muskelriss noch etwas Trainingsrückstand.
Jan Issa war der Wunschspieler von Diefflens Trainer Thomas Hofer. Allerdings hat der Flügelflitzer nach einem Muskelriss noch etwas Trainingsrückstand. FOTO: Wieck / Thomas Wieck
Diefflen. Der FV Diefflen startet an diesem Samstag mit dem Derby beim FC Wiesbach in die Rückrunde der Fußball-Oberliga. Mit größerem Kader und verbesserter Einstellung will der FV die nötigen Punkte für den Ligaverbleib einfahren. Von Philipp Semmler

Zittern bis zum Schluss oder frühzeitiger Ligaverbleib? Diese Frage wird sich bei den Fußballern des FV Diefflen in den nächsten Wochen beantworten. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte an diesem Samstag beim FC Hertha Wiesbach (Spielbeginn: 15.30 Uhr) ist das Team von Trainer Thomas Hofer nämlich mitten im Abstiegskampf.


In der 19 Teams umfassenden Oberliga stehen die Kicker vom Babelsberg derzeit auf Tabellenrang elf. Das hört sich zunächst nach einem Platz im gesicherten Mittelfeld an, ist es aber nicht. Denn in der Oberliga kann es diese Saison bis zu sechs Absteiger geben.

Da in der Regionalliga mit Röchling Völklingen, Schott Mainz und der TuS Koblenz gleich drei Teams akut abstiegsgefährdet sind, die in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kommen würden, und zudem die Oberliga wieder von 19 auf 18 Vereine reduziert werden soll, ist das „Schreckens-Szenario“ von sechs Absteigern gar nicht so unrealistisch. Und dann hätte Diefflen nur vier Zähler Vorsprung vor der roten Linie.



„Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir die Klasse halten“, sagt FV-Trainer Thomas Hofer. Mut machen: „Die Qualität dazu haben wir allemal. Jetzt hat aber auch jeder kapiert, dass wir wieder mehr investieren müssen, um unsere Punkte zu holen. Das war in der Vorbereitung deutlich zu spüren.“

Vor der Winterpause sah dies noch anders aus: Nach einem tollen Auftakt war Diefflen nach dem zwölften Spieltag noch Siebter. Doch in den zehn Spielen danach gab es nur noch einen Sieg. Die Folge: der Sturz in Richtung Abstiegszone. Hofer monierte dabei immer wieder, dass seinen Akteuren ein paar Prozente zur Optimal-Leistung fehlten.

Ein weiterer Punkt, der Hofer optimistisch stimmt, ist, dass der Kader in der Winterpause sowohl qualitativ wie auch quantitativ verstärkt wurde. Fünf Neuzugänge gab es, ihnen steht mit Fabio Groß (zu Verbandsligist FV Siersburg) nur ein Abgang gegenüber. Hofer sagt: „Der vergrößerte Kader war in den letzten Wochen bereits deutlich zu merken. Es war mehr Zug im Training und dadurch hat es wieder richtig Spaß gemacht.“

Wer von den fünf Neuen an diesem Samstag in Wiesbach in der Anfangsformation des FV stehen wird, wollte Diefflens Trainer noch nicht verraten. Die besten Chancen dürfte Mathäus Gornik haben. Der im Defensivbereich vielseitig einsetzbare 29-Jährige kam von Saarlandligist SV Hasborn, wo er bis Mitte Oktober 2017 Spielertrainer war.

Ein Kandidat für die Startelf wäre normalerweise auch Jan Issa. „Er war mein Wunschspieler“, sagt Hofer über den Neuzugang von Regionalligist Völklingen. Allerdings musste der 28-Jährige „Flügelflitzer“ nach einem Muskelriss vier Monate pausieren. Erst vergangene Woche ist Issa wieder ins Training eingestiegen und damit noch nicht hundert Prozent fit.

Rückkehrer Yacine Baizidi (FC Fribourg) kämpft mit drei weiteren Innenverteidigern um einen Platz in der Startelf. Auch der vom SV Lisdorf gekommene Marvin Guss hat auf der Außenbahn viel Konkurrenz. Der 21-Jährige verfügt aber, obwohl er von einem Bezirksligist kam, schon über Oberliga-Erfahrung. Für Völklingen bestritt er 36 Partien in dieser Spielklasse.

Positiv überrascht hat in der Vorbereitung Dominik Schmitz. Der Rückkehrer vom FSV Hemmersdorf war eigentlich für die zweite Mannschaft von Diefflen eingeplant, hat nun aber wohl dank starker Leistungen gute Chancen, gegen Wiesbach im Kader zustehen. Zumal beim FV zuletzt mit Chris Haase und Niklas Judith zwei Angreifer grippekrank passen mussten. Ob Haase und Judith in der Auftakt-Partie mitwirken können, ist noch offen. Sicher fehlen wird dagegen der beruflich verhinderte „Sechser“ Michael Fritsch. Ansonsten hat Hofer alle Mann an Bord.