Viel zu schade für bloß einen Parkplatz

Viel zu schade für bloß einen Parkplatz

„Die Neugestaltung des Lokschuppenumfeldes wird das städtebauliche Bild von Dillingen deutlich aufwerten“, ist Bürgermeister Franz-Josef Berg überzeugt. Er stellte jetzt die Pläne vor.

Alte Eisenbahnwaggons werden den Platz vor dem Lokschuppen dekorieren. Foto: Thomas Seeber. Foto: Thomas Seeber

Eine Art Park soll es werden, eine Begegnungsstätte, wie Bürgermeister Franz-Josef Berg es bei einer Pressekonferenz nannte. Funktional soll das neue Umfeld des Lokschuppens sein, und doch ein Ort, der durch Bäume, Sträucher, Wiesen und Bänke nicht wirklich wie ein Parkplatz wirkt. Und mittendrin die Veranstaltungshalle, ohnehin ein kleines Schmuckstück mit Eisenbahnambiente, das danach noch mehr Menschen und damit noch höherwertige Veranstaltungen anlocken soll.

Wie es am Ende auch immer kommt: Mit einer Aussage wird Berg Recht behalten. "Die Neugestaltung des Lokschuppenumfeldes wird das städtebauliche Bild von Dillingen deutlich aufwerten", sagt er vollmundig. Seit einigen Jahren wird an der ehemaligen Industriebrache direkt an der Bahnlinie gebaut und verschönert, nun soll der letzte Schritt getan werden.

Der ist in zwei Abschnitte untergliedert: Fast 10 000 Quadratmeter Flächen, davon knapp 6000 Quadratmeter Freiflächen, werden bis Jahresende neu gestaltet. Dazu gehört eine neue Straße, die parallel zur Merziger Straße die Werderstraße mit der Einfahrt von der Hauptverkehrsstraße aus verbindet.

Außerdem wird der komplette Eingangsbereich der Halle neu angelegt: Eine großzügige Treppenanlage ermöglicht den problemlosen Zugang, durch Rampen wir die Barrierefreiheit gesichert.

In wenigen Tagen stellt die Stadt vor der Glasfassade am Lokschuppen einen denkmalgeschützten Portalkran auf, der den Blick auf den Eingangsbereich prägen soll. Nur noch einige Wochen soll der Neubau der Logistikhalle dauern.

Im zweiten Abschnitt werden unter anderen zwei alte Waggons in das Gesamtbild eingegliedert, ein Parkplatz an der sowie mehrere Zugangswege von der Römerbrücke aus angelegt und gestaltet, dazu kommt eine Lärmschutzwand sowie ein Fußweg zwischen Römerbrücke und Werderstraße. Diese Maßnahmen sind für 2014 geplant. Die Kosten für das Projekt betragen in diesem Jahr 2,3 Millionen Euro. Für 2014 werden es laut Baudezernent Felix Emanuel "voraussichtlich noch einmal so viel".

Eine lohnende Investition, wie Berg beteuert. Er hat auch gleich weitere Ideen: "Auf einem solchen Gelände sind kleine Open-Air-Konzerte möglich. Außerdem könnte ich mir hier so etwas wie ein Oktoberfest gut vorstellen."

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