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Fußball-Oberliga : Verletzungs-Pech stoppte Judiths Weg

Fußball-Oberliga : Verletzungs-Pech stoppte Judiths Weg

Der FV Diefflen spielt an diesem Samstag in der Oberliga zu Hause gegen Pirmasens. Dabei ist auch Neuzugang Niclas Judith. Der 20-Jährige spielte als Nachwuchs Mainz 05 – bis ihn Verletzungspech auf dem Weg nach oben stoppte.

Neuzugang Niclas Judith kann eine echte Bereicherung für Fußball-Oberligist FV Diefflen werden. Direkt nach seinem Wechsel von Saarlandligist SV Elversberg II zum FV im Sommer hat sich der 20-Jährige aus Differten einen Stammplatz im rechten Mittelfeld erobert. Der FV ist zufrieden mit Judith – und auch der Mittelfeldspieler lobt seinen neuen Club in den höchsten Tönen.

„Es macht richtig Spaß hier“, sagt der Auszubildende zum Zerspanungsmechaniker. „Hier ist es viel familiärer als bei anderen Vereinen. Wir gehen oft gemeinsam mit der Mannschaft zusammen weg oder schauen auch einfach mal am Nachmittag gemeinsam Bundesliga“, berichtet der Neuzugang.

Die Bundesliga nicht nur zu schauen, sondern dort auch einmal zu spielen, war auch mal der Traum von Judith. Und vor einigen Jahren war er auf einem guten Weg, sich diesen zu erfüllen. Mit guten Leistungen in der U15 des 1. FC Saarbrücken machte der Offensiv-Akteur die Scouts des Bundesligisten FSV Mainz 05 auf sich aufmerksam. Judith wechselte dann auch gemeinsam mit dem aus Lebach stammenden Torhüter Florian Müller zum FSV.

Doch während Müller mittlerweile zum Bundesliga-Kader der 05er gehört, stoppte Judith grenzenloses Verletzungspech auf dem Weg nach oben. „Wenn ich fit war habe ich bei Mainz auch immer gespielt“, erzählt er. Aber fit war Judith nur selten: In der U17 musste er eine ganze Saison wegen einer Schambeinentzündung aussetzen, in der U19 zwangen ihn zunächst Knieprobleme zum Aussetzen, dann brach er sich die Hand.

Wegen der zahlreichen Verletzungen verlängerte der Bundesligist den Vertrag von Judith nach der A-Jugend nicht. „Ich hätte anschließend auch zu Schott Mainz oder Wormatia Worms wechseln können, aber ich wollte zurück in die Heimat“, erzählt der Dieffler Neuzugang.

Nach einem Jahr bei der Reserve von Regionalligist Elversberg folgte nun der Wechsel zum FV. Aus mehreren Gründen: „So nah bei seinem Wohnort so hoch spielen zu können ist natürlich toll“, erklärt Judith. „Zum anderen kannte ich schon viele Spieler und von Trainer Thomas Hofer habe ich bislang auch nur Gutes gehört.“

An diesem Samstag um 15.30 Uhr trifft Judith nun mit dem FV auf dem heimischen Babelsberg zum dritten Mal in den letzten vier Spielen auf einen Regionalliga-Absteiger. Nach den Duellen bei Eintracht Trier (2:2) und dem FC Homburg (0:2) heißt der Gegner nun FK Pirmasens.

Ein Spiel, in dem Diefflen in der Außenseiter-Rolle ist. Doch gerade diese Tatsache spornt Judith an. „Wenn wir wieder so eine tolle kämpferische Leistung zeigen wie in Homburg, dann können wir sie schlagen“, ist der 20-Jährige überzeugt.

Diefflen steht vor der Partie übrigens mit zehn Punkten aus sechs Begegnungen auf dem sechsten Tabellenplatz. Der FKP ist mit drei Punkten mehr Zweiter. Im Gegensatz zu den anderen Regionalliga-Absteigern konnten die Pfälzer viele Akteure aus ihrem Regionalliga-Kader der Vorsaison halten. Unter anderem tragen Ex-Bundesliga-Profi Sebastian Reinert (14 Erstliga-Spiele für den 1. FC Kaiserslautern), sowie die Ex-Elversberger Salif Cisse und Christian Grimm auch in dieser Saison noch das Trikot der Blau-Weißen.