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VdK Dillingen will eine barrierefreie Stadt

VdK Dillingen will eine barrierefreie Stadt

Dillingen. Hohe Bordsteinkanten oder Fußgängerampeln ohne Signaltöne sind zwei Dinge, die Menschen mit Behinderungen den Alltag erschweren. Doch es gibt noch viele andere Barrieren, die es zu bewältigen gilt. Um daran zu erinnern und etwas zu ändern, wurde deutschlandweit der 5

Viele Gebäude - auch öffentliche - sind für Menschen mit Gehbehinderungen nur schwer zugänglich. Foto: Heike Theobald

Dillingen. Hohe Bordsteinkanten oder Fußgängerampeln ohne Signaltöne sind zwei Dinge, die Menschen mit Behinderungen den Alltag erschweren. Doch es gibt noch viele andere Barrieren, die es zu bewältigen gilt. Um daran zu erinnern und etwas zu ändern, wurde deutschlandweit der 5. Mai zum "Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen" ausgerufen, veranstaltet und organisiert von der Aktion Mensch. Unter dem Motto "Teilhabe jetzt - eine Gesellschaft für alle" soll auf die Lebensumstände von Menschen hingewiesen werden, die mit Beeinträchtigungen zu kämpfen haben. Für den Landkreis Saarlouis findet am Dienstag, 5. Mai, in Dillingen eine Diskussionsveranstaltung statt, zum dritten Mal organisiert von den VdK-Ortsverbänden Dillingen und Diefflen mit ihrem Arbeitskreis "Barrierefreies Dillingen" und in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Saarlouis. Bei der letzten Aktion in Dillingen im Jahr 2005 wurde ein so genannter "Teilhabeplan" erstellt, in dem der Arbeitskreis eine Liste von Missständen formulierte. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sollten diese Missstände behoben werden, um beeinträchtigten Bürgern zu ermöglichen, sich ebenso ungehindert zu bewegen wie ihre Mitmenschen. Kritisiert wurden zum Beispiel Fußgängerüberwege, die für gehbehinderte Menschen ein großes Hindernis darstellen, erläutert VdK-Chef Albert. Inzwischen hat der Arbeitskreis durchgesetzt, dass der Bordstein bei allen Umbauten abgesenkt wird. So können Menschen mit Rollstühlen problemlos die Schwelle bewältigen, und auch sehbehinderte Menschen können mit ihrem Stock den Weg ertasten. Trotz einiger Verbesserungen sieht der Vorsitzende des Arbeitskreises, Wilfried Kiefer, noch viele Stolpersteine, die beseitigt werden müssen: "Längst nicht alles aus dem Plan ist umgesetzt worden." In der Veranstaltung am 5. Mai um 16 Uhr im Dillinger Rathaus soll Bilanz gezogen werden. Was wurde umgesetzt, wo muss der Teilhabeplan noch verändert und erweitert werden? Zu diesem Zweck sind der Behindertenbeauftragte des Kreises und die Vertreter verschiedener Behindertenverbände eingeladen, ebenso wie Vertreter der Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung. Willkommen sind aber auch alle interessierten Bürger, denn die Veranstaltung ist öffentlich.