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Aktionstag
Unter Belastung zu einem Team geworden

Eine kleine Abkühlung gab es für die Jugendlichen bei der gemeinsamen 24-Stunden-Übung von Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und des THW-Nachwuchses in Diefflen.
Eine kleine Abkühlung gab es für die Jugendlichen bei der gemeinsamen 24-Stunden-Übung von Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und des THW-Nachwuchses in Diefflen. FOTO: Ruppenthal
Diefflen/Dillingen. Mit einer gemeinsamen Übung der Nachwuchs- und Jugendabteilungen von Feuerwehr, DRK und THW endeten in Dillingen die Sommerferien. red

Mit einem Aktionstag gingen für die Jugendlichen der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und des THW Dillingen die Sommerferien zu Ende. Bei einer 24-Stunden-Übung wurden sie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgabenstellungen konfrontiert und lernten sich so nicht nur näher kennen, sondern auch unter Druck und Belastung zusammenzustehen. Spiel und Spaß kamen trotz der vielen „Arbeitseinsätze“ aber keineswegs zu kurz, wie die Jugendbeauftragte des FeuerwehrLöschbezirks Diefflen, Susanne Scholl, erklärte. Sie durfte sich zudem über eine gelungene Premiere freuen, denn beim erstmaligen Zusammenwirken der drei Jugendgruppen von Feuerwehr, Rotkreuz und Technischem Hilfswerk harmonierten diese bestens, wie sie unterstrich.


Das Spektrum der Aufgabenstellungen und Herausforderungen war groß und reichte vom Fehlalarm über einen Verkehrsunfall, einen Kellerbrand bis hin zu einem Bombenfund und einem ABC-Alarm – alles keine Realeinsätze, sondern reine Übungsszenarien.

Und trotz der insgesamt 14 Alarmierungen und Einsätze blieb noch Zeit für anderes – auch für Spaß und Spiel. So hieß es gleich zu Anfang nach einer Alarmierung zu einem Dachstuhlbrand mit Personenrettung, der sich vor Ort jedoch als Fehlalarm entpuppte: Antreten zum Bettenbau. Kaum war das geschafft, „schrillten“ erneut die „Alarmglocken“. Bei einem Verkehrsunfall galt es einen Verletzten zu versorgen und auslaufende Betriebsstoffe zu binden. Und so ging es den ganzen Tag – und auch die Nacht – weiter im ständigen Wechsel zwischen Innendienst, Spaß und Spiel und Einsatz.



Zurück im Gerätehaus wurde dann erst einmal Bingo gespielt, danach hieß es Bettruhe – allerdings fiel diese nur kurz aus. Denn um Mitternacht ein neuer Alarm: Vermisstensuche im Wald, danach gleich eine Türöffnung, zwei Stunden später ein Lkw-Unfall. Es dämmerte bereits – da mussten die Jugendlichen zu einem Gartenhausbrand ausrücken. An Schlafen war auch danach nicht zu denken: ABC-Alarm, den Bereitstellungsraum anfahren – umsonst, wieder Fehlalarm.

Erschöpft, aber zufrieden zogen die Jungen und Mädchen eine ausgesprochen positive Bilanz. „So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt, aber wenn ich den Alarm höre, werde ich jetzt noch ganz hippelig,“ meinte der 13-jährige Baran von der Jugendfeuerwehr. Nicht viel anders sah es der elfjährige Noah vom Jugendrotkreuz. Er fand zudem: „Ich bin erstaunt, wie gut das zwischen der Jugendfeuerwehr, dem THW und uns geklappt hat.“