1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Dillingen

Umfangreiche Werkschau des Künstlers Albert Weisgerber

Umfangreiche Werkschau des Künstlers Albert Weisgerber

St. Ingbert/Dillingen. Vom 10. bis 31. Januar werden Werke aus der Albert Weisgerber Sammlung des Museums Sankt Ingbert im Dillinger Kunstverein zu sehen sein. Rund 50 Zeichnungen und Illustrationen aus verschiedenen Schaffensphasen vermitteln einen repräsentativen Einblick in das grafische Oeuvre des bedeutenden saarländischen Künstlers

St. Ingbert/Dillingen. Vom 10. bis 31. Januar werden Werke aus der Albert Weisgerber Sammlung des Museums Sankt Ingbert im Dillinger Kunstverein zu sehen sein. Rund 50 Zeichnungen und Illustrationen aus verschiedenen Schaffensphasen vermitteln einen repräsentativen Einblick in das grafische Oeuvre des bedeutenden saarländischen Künstlers. Albert Weisgerber gehörte zu den großen Begabten der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit nur 37 Jahren teilte er das Schicksal des frühen Kriegstodes mit August Macke und Franz Marc, deren wegweisende Werke ohne Fortführung blieben. Albert Weisgerber, der in erster Linie Maler war, hinterließ ein ebenso umfangreiches und vielgestaltiges grafisches Werk, das als der andere Teil seines Gesamtoeuvres nun in Dillingen zu sehen ist. Bereits auf der Lateinschule war Weisgerber durch seine zeichnerische Begabung aufgefallen. Mit dem Eintritt in die Münchner Akademie knüpfte er Kontakte zur progressiven Münchner Zeitschrift "Jugend", einem satirisch-humoristischen Unterhaltungsblatt, das ihn über viele Jahre hinweg finanziell stützte und seine besondere Befähigung als Illustrator auch beim breiten Publikum bekannt machte. Ausgezeichnetes vollbrachte Weisgerber aber auch als Plakatgestalter. Neben der im Wesentlichen auftragsgebundenen Grafik, die über viel Jahre hinweg die Existenzgrundlage des jungen Malers bildete, finden sich in der Ausstellung eine Reihe freier künstlerischer Zeichnungen. Die Tuschefeder, Bleistift oder Rötelzeichnungen dienten meist als Kompositionsskizzen und Einzelstudien zu den Gemälden. Es sind Proben seines erstaunlichen zeichnerischen Könnens. Hierbei wurde er von dem französischen Impressionismus ebenso inspiriert wie von den großen Meistern der italienischen Renaissance. red Die Eröffnung der Ausstellung findet an diesem Sonntag, 10. Januar, um 11Uhr im Alten Schloss in Dillingen statt. Sie läuft bis 31. Januar. Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 16 bis 19 Uhr, sonntags 14 bis 17 Uhr, Altes Schloss Dillingen, Schlossstraße 10, 66763 Dillingen.