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Fußball
Traumeinstand für Gornik in Diefflen

Torjubel Mathäus Gornik (links) bejubelt mit Marvin Guss den Sieg beim FC Wiesbach.
Torjubel Mathäus Gornik (links) bejubelt mit Marvin Guss den Sieg beim FC Wiesbach. FOTO: FNS
Diefflen. Mit zwei Auswärtssiegen gegen Top-Teams der Liga hat der FV Diefflen zuletzt für Furore gesorgt. Auch dank Neuzugang Mathäus Gornik. An diesem Samstag spielt der Rechtsverteidiger mit dem FV erstmals zu Hause. Von Philipp Semmler

Winter-Neuzugang Mathäus Gornik war in der vergangenen Woche ein gefragter Gesprächspartner von Thomas Hofer, dem Spielertrainer des Fußball-Oberligisten FV Diefflen. Der Grund: Diefflen gastierte beim FK Pirmasens – und dort war Gornik mehrere Jahre lang Stammspieler in Ober- und Regionalliga. Kein Wunder also, dass sich Hofer ein paar Tipps bei seinem neuen rechten Verteidiger holte.


Mit Erfolg. Diefflen gelang ein überraschender 2:0-Erfolg beim Tabellen-Zweiten – und der FV machte seinen Traumstart nach der Winterpause perfekt. Bereits 14 Tage zuvor hatten die Rot-Weißen einen 2:1-Auswärtssieg beim FC Hertha Wiesbach gefeiert. „Ich wusste, dass wir in diesen Partien was holen können, weil wir eine gute Vorbereitung hatten. Dass es die vollen sechs Punkte werden, damit hätte ich aber natürlich nicht gerechnet“, gibt Gornik zu. Zumal Diefflen die bislang einzige Mannschaft war, die beim FKP gewinnen konnte.

Nach zwei Begegnungen in der Fremde feiert der 29-Jährige an diesem Samstag (15.30 Uhr) nun sein Heimdebüt im Dress der Rot-Weißen. Dann empfängt Diefflen den Tabellen-Achten FV Engers. Mit einem Sieg könnte Diefflen (Zehnter) den Gegner in der Tabelle überflügeln – und seinen Aufwärtstrend fortsetzen.



Ein Aufwärtstrend, an dem auch Gornik seinen Anteil hat. In den beiden Auswärtsspielen bei Top-Teams kassierte die vor der Winterpause nicht immer sattelfeste Dieffler Abwehr nur einen Gegentreffer.

Defensiv-Akteur Gornik kam vom Saarlandligisten SV Hasborn. Dort war er bis Mitte Oktober Spielertrainer. Dann trennte sich der abstiegsbedrohte Club von seinem Übungsleiter. Gornik hatte danach mehrere Angebote aus der Oberliga, unter anderem auch von seinem Ex-Club Saar 05.

Der 29-Jährige entschied sich aber für Diefflen: „Thomas Hofer und der Sportvorstand Ralf Jung haben sich wirklich sehr um mich bemüht“, nennt Gornik einen der ausschlaggebenden Gründe. „Und zudem hatte ich viel Gutes über den Verein gehört. Das kann ich auch im Nachhinein bestätigen. Ich habe mich hier direkt sehr wohl gefühlt.“

Allerdings wird Gornik dem FV nur bis zum Saisonende zur Verfügung stehen. Dann steigt der A-Lizenz-Inhaber wieder ins Trainergeschäft ein. „Ich werde die U15 von Eintracht Trier übernehmen“, berichtet er.

Erfahrung im Umgang mit jungen Fußballern hat Gornik. Denn neben seinem Studium betreibt er auch eine Fußballschule. Bei seiner neuen Aufgabe in Trier erhält er übrigens auch einen Co-Trainer aus dem Saarland. Timo Hinsberger, der als Aktiven-Trainer unter anderem bei Verbandsligist VfB Theley arbeitet, wird Gorniks Assistent.

Wegen seines neuen, zeitintensiven Trainer-Engagements kann Gornik dann auch nicht mehr in Diefflen spielen. Zumal die Spiele der U15-Regionalliga meistens samstags stattfinden – und das ist auch der Regelspieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Trotzdem will Gornik weiter die Schuhe schnüren. „Nur halt nicht mehr in der Ober- oder in der Saarlandliga, sondern in einer tieferen Klasse“, sagt der Außenverteidiger. Für welchen Club steht aber noch nicht fest. „Das lasse ich alles erst einmal in Ruhe auf mich zukommen.“