Fußball-Oberliga: Torwart-Oldie Marina will den FCH ärgern

Fußball-Oberliga : Torwart-Oldie Marina will den FCH ärgern

Fußball-Oberligist FV Diefflen erwartet am Samstag den verlustpunktfreien Tabellenführer Homburg.

Auf den ältesten Torwart der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar dürfte an diesem Samstag wohl mehr Arbeit als an einem gewöhnlichen Spieltag zukommen: Denn Enver Marina (41) empfängt an diesem Samstag um 14 Uhr mit dem FV Diefflen auf dem heimischen Babelsberg den FC Homburg.

Die Gäste sind unangefochtener Spitzenreiter und haben bislang alle ihre 22 Saison-Begegnungen gewonnen – damit ist der Regionalliga-Absteiger der beste Oberligist Deutschlands. Bei seinen 22 Siegen erzielte der FCH satte 73 Tore. Das sind die meisten der Liga. Lediglich der Tabellenzweite FK Pirmasens traf ähnlich oft (68 Mal). Dann klafft schon ein großes Loch. Die drittmeisten Tore schoss der 1. FC Kaiserslautern II (43). Diefflen erzielte mit seinem starken Sturmduo Fabian Poß und Chris Haase bislang 34 Treffer.

Trotz dieser beeindruckenden Statistiken des Gegners hofft Marina auf eine Überraschung. „Wir wollen die Erfolgsserie des FCH brechen. Das ist eine Riesenmotivation für uns“, sagt der 41-Jährige. Die Hoffnung, dass dies gelingen könnte, schöpft Marina auch aus dem Hinspiel. Da hielt Diefflen im Homburger Waldstadion trotz Unterzahl (Toni Jakic sah bereits nach fünf Minuten eine umstrittene Rote Karte) lange ein 0:0. Erst in den letzten zehn Minuten schoss Homburg einen 2:0-Sieg heraus.

Ein weiterer Punkt, der Marinas Optimismus nährt, ist die Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Samstag beim 2:1-Derbysieg bei Hertha Wiesbach. „Da haben wir in der Defensive null Fehler gemacht“, freute sich der Schlussmann.

Trainer Thomas Hofer hatte seine Defensive gegenüber der Vorrunde umgebaut. Winter-Rückkehrer Yacine Baizidi spielte in der Innenverteidigung, Neuzugang Mathäus Gornik durfte als rechter Außenverteidiger ran. Gut möglich, dass Hofer auch gegen den Spitzenreiter auf diese Abwehrformation setzt. Abstimmungsprobleme gibt es nicht. „Wir haben in der Vorbereitung so oft gemeinsam trainiert, dass wir schon gut eingespielt sind“, sagt Marina.

Durch den Dreier bei der Hertha verschaffte sich der FV etwas Luft im Abstiegskampf. „Dieser Sieg war enorm wichtig für uns“, weiß Marina. Der Vorsprung vor der „roten Linie“ wuchs durch den Erfolg von vier auf sieben Punkte an. „Ich bin aber ohnehin felsenfest davon überzeugt, dass wir in der Liga bleiben. Unsere Qualität ist einfach zu gut, um abzusteigen“, erklärt der Schlussmann. Den Erfolg in Wiesbach beobachtete übrigens auch Homburgs Trainer Jürgen Luginger.

Ob Marina auch in der kommenden Saison noch für Diefflen im Tor stehen wird, ist übrigens noch nicht endgültig geklärt. „Das entscheide ich spontan“, sagt der Routinier. Allerdings können sich die Anhänger der Rot-Weißen wohl berechtigte Hoffnungen auf einen Verbleib des Torwart-Dinos machen. Denn was Marina danach sagt, klingt doch eher nach Vertragsverlängerung. „Ich fühle mich immer noch gut. Es macht mir Riesenspaß mit den Jungs zu spielen – und auch der Verein und die Fans sind in Diefflen super.“

Der FV Diefflen muss gegen Homburg auf Mittelfeldspieler Kristoffer Krauß verzichten. Der 26-Jährige, der am Saison-Ende zum Ligarivalen Wiesbach wechselt, fällt mit einem Sehnenriss im Fuß noch mindestens drei Wochen aus.

Mehr von Saarbrücker Zeitung