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The Fusion Academy überzeugt bei Premiere im Lokschuppen

Inklusion : Leidenschaftlich und ausdrucksstark

The Fusion Academy überzeugt mit emotionaler Premiere im Lokschuppen in Dillingen.

Atemberaubende Choreografien, tänzerische und musikalische Gänsehautmomente, umrahmt von einer emotionalen Eröffnung und ebenso berührenden Schlussworten – das erleben die über 500 Besucher der Eröffnungsgala der neuen The Fusion Academy im ausverkauften Dillinger Lokschuppen. Mit einem Video richten die Trainerinnen Tamara Hoffeld und Vlora Dervishi zu Beginn einige Worte an das Publikum. Yannis Beining, der mit Witz, Charme und Wortgewandtheit durch den Abend führt, merkt an: „Das Intro hat bestimmt schon den ersten Gänsehautmoment und die ein oder andere Träne ausgelöst.“ Es sollen weitere folgen.

Leidenschaftlich, ausdrucksstark und mit einer enormen Bühnenpräsenz zeigen die Formationen der Academy und die Gastauftritte des Vereins 2. Chance Saarland ihre Hip-Hop-Einlagen. Rassismus findet an diesem Abend keinen Platz, machen die Vereine mit einem Video deutlich; die Gäste würdigen diese Botschaft mit stehenden Ovationen.

Den inklusiven, integrativen Gedanken der Academy bringen die zwei musikalischen Darbietungen zur Geltung: Katharina, eine junge Frau mit Handicap, begeistert mit ihrem Cello. Der YouTuber LMPI, so der Künstlername des Rollstuhlfahrers, beweist mit seinem Auftritt, dass sein Handicap ihn nicht einschränkt: Mit einem Kopfstand und bewegenden Worten reißt er die Zuschauer von ihren Stühlen. „Wir haben das Video zum Glück schon vorher gesehen, sonst hätten wir nicht tanzen können“, sagt Shi Ping Tsang, erste Vorsitzende des Vereins The Fusion Academy, nach der Gala. „Man merkt, dass in der Veranstaltung viel Herzblut steckt“, resümiert der 29-jährige Kevin Winter aus Luxemburg: „Die weite Anreise hat sich gelohnt. Es war ein unterhaltsamer Abend mit einer guten Organisation.“ Die neu gegründete The Fusion Academy hatte ein großes Spektakel angekündigt. „Ich bin ohne Erwartungen hierhergekommen und muss sagen, dass die ganze Fusion Academy mich sehr beeindruckt hat. Das alles mit der Menge an Personen so zu regeln – Hut ab“, lobt der 29-jährige Manuel Leidinger aus Pachten. Dabei hatten die Verantwortlichen erst vor vier Monaten beschlossen, die Gala stattfinden zu lassen, wie Projektleiterin Tamara Hoffeld erzählt: „In der Zeit haben wir alles organisiert. Auch die neuen Shows mussten in den vier Monaten einstudiert werden.“