Tag der Ausbildung bei Dillinger in Dillingen

Ausbildung : „Das ist für uns ein richtig guter Tag“

Zum Tag der Ausbildung bei Dillinger kamen 450 Interessenten – Über die Hälfte der Azubis informierte die Gäste.

Bereits seit über zehn Jahren veranstaltet Dillinger einen Tag der Ausbildung, um über das Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten in dem Stahlwerk zu informieren. Und das geht weit über die technisch-gewerblichen Berufe hinaus, wie Cornelis Wendler, der Leiter für Bildung und Personalentwicklung bei der Stahl-Holding-Saar (SHS) beim diesjährigen Tag der Ausbildung am Samstag erklärte.

Neben den Verfahrenstechnologen, die direkt an den Hochöfen arbeiten („weit mehr als der Mann im Silbermantel an der Abstichrinne“) und dort die „hochmodernen Anlagen steuern“, reicht die Palette von den Metall- und Elektroberufen über Chemielaboranten und Werkstoff-Prüfer bis hin zu den kaufmännischen Berufen. Selbst Eisenbahner und Feuerwehrleute sowie Köche und Hotelfachfrauen werden bei Dillinger ausgebildet. Der Anteil junger Frauen, die bei Dillinger eine Ausbildung durchlaufen, liegt bei rund 14 Prozent. Im gewerblich-technischen Bereich ist die Quote ebenfalls zweistellig.

„Viele kennen diese Vielfalt unserer Ausbildungsberufe nicht“, so Wendler. Daher wolle das Unternehmen am Tag der Ausbildung zeigen, „wo und wie Ausbildung stattfindet.“ Das machte am Samstag über die Hälfte der aktuell 276 Auszubildenden von Dillinger. 142 Azubis zeigten den gleichaltrigen Besuchern in den vier Ausbildungsstätten ganz anschaulich, wie Ausbildung bei Dillinger abläuft. Offenkundig waren sie mit hoher Begeisterung dabei, gingen aktiv auf die Besucher zu.

450 meist jugendliche Besucher, oft in Begleitung von Eltern oder Geschwistern, kamen. „Das ist für uns ein richtig guter Tag“, meinte Cornelis Wendler, das sei beste Werbung für Dillinger bei der Suche nach qualifizierten Auszubildenden. Die Ausbildungsplatz-Suchenden bekamen eine praktische Vorstellung, was sie erwartet. Darunter war auch der 17-jährige Maximilian Laux aus Merzig, in Begleitung seines Vaters Michael.

Maximilian besucht die zwölfte Klasse am Gymnasium, macht nächstes Jahr sein Abitur. Aber studieren will er zunächst nicht („vielleicht später ein duales Studium“), sucht zunächst nach einer praktischen Ausbildung. Er hatte sich daher schon zuvor auf der Ausbildungsmesse in Losheim umgeschaut, strebt eine Ausbildung zum Elektroniker an. Im Gespräch mit Etienne Paul, einem der Azubis bei Dillinger, informierte er sich aber auch über die Metallberufe. An der Werkbank in der Metall-Ausbildungswerkstatt zeigte ihm Etienne, wie Metall bearbeitet wird.

Von Dillinger war Maximilian Laux gleich angetan, die Werkstätten seien „überraschend groß“, die angebotenen Informationen „sehr interessant“. Vielleicht wird der junge Merziger im Herbst 2020 ja selbst zum nächsten Ausbildungsjahrgang bei Dillinger gehören.