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Steinmetze leisteten am Kreuz ganze Arbeit

Steinmetze leisteten am Kreuz ganze Arbeit

Unbekannte hatten im Juni ein Wegekreuz beim Campingplatz in Bosen umgestoßen und dabei erheblich beschädigt. Nun ist das Kreuz wieder hergestellt und steht wieder an seinem alten Ort.

Das Wegekreuz an der Landesstraße 325 in Höhe Campingplatz Bosen steht nach einer Reparatur wieder. Im Juni ist das dreiteilige Wegekreuz (wir berichteten), das auf einer massiven Bodenplatte aufgestellt und befestigt war, von Unbekannten umgestoßen worden. Es zerbrach dabei in drei Teile. Ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wurde eingeleitet. Die Schäden am Sandsteinkreuz hat der Steinmetzbetrieb Werle und Sohn in Hoppstädten-Weiersbach beseitigt. "Das obere Kreuz war abgebrochen, der Corpus war unbeschädigt. Vierungen sind eingeschliffen, eine Keimfarbe ist als Schutzschicht aufgetragen worden", informiert Steinmetz Manfred Werle.

"Zur Ehre Gottes" hat die gehbehinderte Bosener Bürgerin Magdalena Veit (geboren 1843 - verstorben 1927) das Wegekreuz bauen lassen. "Wann genau das Kreuz erstmals aufgestellt wurde, ist mir leider nicht bekannt", bedauert Marlene Veit. Ihr Urgroßvater war der Bruder von Magdalena Veit. "Sie hat das Kreuz seinerzeit mit dem ihr zustehenden Teil des Hausgeldes bezahlt", berichtet Seniorin Veit. Aufgestellt worden ist es erstmals an einer damaligen Viehweide, etwas oberhalb der heutigen Stelle. "Kühe haben das Kreuz damals schon einmal umgestoßen. Durch den Bau des Campingplatzes kam es an seine jetzige Stelle", schildert sie weiter. Bis in die 1950er-Jahren diente das Kreuz als Wendepunkt bei Bittprozessionen, Restaurationsarbeiten am Kreuz sind im Jahre 1999 durchgeführt worden. "Die Betroffenheit im Ort, über den Vandalismus, war schon sehr groß", erzählt die Seniorin. Unter anderem hätten der Ortsrat Bosen und der Verkehrsverein Bosen-Eckelhausen signalisiert, sich an den Reparaturkosten zu beteiligen. Pastor Stefan End wird das sanierte Wegekreuz am 13. September, um 17 Uhr, einsegnen.