Stahl von Dillinger schlägt Brücken - auch über die Mosel

Hochmoselbrücke : Dillinger Stahl schlägt Brücken

Mehr als 25 000 Tonnen Grobbleche hat die Dillinger Hütte für den Bau der Hochmoselbrücke gefertigt.

Die Hochmoselbrücke im Kreis Bernkastel-Wittlich ist kürzlich für den öffentlichen Verkehr freigegeben worden. Mit mehr als 25 000 Tonnen verbauten Grobblechen hat Dillinger einen maßgeblichen Anteil am Brückenschlag über die Mosel.

Der Hochmoselübergang ist eine von Deutschlands höchsten und längsten Brücken. Die Höhe der Pfeiler und die Spannweiten von bis zu 210 Metern der 33 000 Tonnen schweren Balkenbrücke erforderten eine Vielzahl an planerischen, montagetechnischen und organisatorischen Innovationen. Der höchste Pfeiler misst rund 150 Meter, der niedrigste rund 20 Meter. Der Abstand zwischen den Pfeilern variiert und beträgt zwischen 105 und 210 Metern. Mit 160 Metern Höhe überragt das Bauwerk sogar den Kölner Dom, seine Länge von 1,7 Kilometern ist sechs mal länger als die London Bridge.

Als Lieferant für die nötigen Baumaterialien entschied man sich unter anderem für Dillinger. Das Unternehmen lieferte Grobbleche in verschiedenen Qualitäten in Dicken zwischen acht und 125 Millimeter für die einzelnen Elemente wie Pfeiler und Unterbauten. Ein großer Teil des Stahls wurde von Dillingen über die Saar und Mosel per Frachter zur Baustelle geliefert.

Die Hochmoselbrücke zwischen Ürzig und Zeltingen ist das Herzstück des insgesamt 25 Kilometer langen vierspurigen Neubauprojekts der B 50 zwischen Platten und Longkamp.

Damit wird die einstige „teuerste Sackgasse Europas“ durchgehend befahrbar sein. Auch die Benelux-Staaten und deren Hafenanlagen sind fortan direkt mit dem Rhein-Main-Gebiet verbunden. Auf regionaler Ebene werden die Eifel und der Hunsrück über die A 60/B 50 verkehrstechnisch zusammenwachsen.