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Sprinter Hein trotzt dem Gegenwind im Glutofen

Dillingen. Beim 9. Leichtathletik-Sportfest des TV Dillingen standen am Samstag die Sprinter im Mittelpunkt. Die deutschen Top-Weitspringer waren nach den Olympischen Spielen in diesem Jahr nicht am Start. man

Den Sprintern spielte das Wetter am Samstag beim neunten nationalen Leichtathletik-Sportfest in Dillingen mit mehr als 35 Grad im Schatten und Sonnenschein pur in die Karten. Einzig der Wind blies ihnen teilweise recht heftig entgegen und verhinderte noch schnellere Zeiten. Für das beste Resultat sorgte der 20-Jährige Lukas Hein (LAZ Saar 05), der bei 2,9 Metern pro Sekunde Gegenwind in starken 10,78 Sekunden über 100 Meter nicht zu schlagen war. Auch Jens Martini (TV Elm) war als schnellster Sprinter aus dem Kreis Saarlouis auf dem Weg zu einer Topzeit, bis ihn kurz vor dem Ziel eine Oberschenkelverletzung stoppte. Zweiter wurde so Jonas Lotz vom LC Rehlingen in 11,54 Sekunden.



Über 200 Meter war Lukas Hein, der seit einem Jahr in Chemnitz studiert und trainiert, in 21,87 Sekunden erneut der Schnellste. Anschließend zeigte er sich sehr zufrieden mit seinen Läufen: "Ich wollte mich unbedingt im Saarland zum Ende der Saison noch mal im Wettkampf zeigen. Dafür waren die Zeiten ganz okay, vor allem bei dem Gegenwind."

Bei der Jugend war Jonas Müller (LV Merzig) als U20-Sieger in 22,93 Sekunden der Schnellste und konnte sich über eine Bestzeit freuen. Auf den letzten 50 Metern konnte er sein Tempo zwar nicht mehr ganz halten, kämpfte aber bis zur Ziellinie und wurde mit seiner ersten Zeit unter 23 Sekunden belohnt.

Die besten 100-Meter-Resultate im Seniorenbereich gingen an Athleten des ausrichtenden TV Dillingen . In der Klasse W55 war Saarlandrekord-Halterin Silvia Gallelli in 15,16 Sekunden in ihrem letzten Saisonwettkampf die Schnellste, und in der Klasse M30 kam Kolja Koglin auf eine Zeit von 11,82 Sekunden.

Nach langer Verletzungspause ging die 15-Jährige Lara Latz (LV Merzig) erstmals seit über einem Jahr wieder im Hochsprung an den Start und siegte mit 1,59 Metern bei den Frauen. Im Weitsprung der Männer setzte sich in Abwesenheit der deutschen Top-Athleten (wir berichteten) Jonas Gillen (TV St. Wendel) mit 6,57 Metern vor Jonas Lotz (6,41) durch. Besonders schwer hatten es bei den tropischen Temperaturen die Mittelstreckler. Dennoch kam Talent Philipp Oehling (LG Saar 70) in seinem ersten 1500-Meter-Lauf auf eine Zeit von 4:35,00 Minuten, womit er in der Altersklasse M15 auf Platz 15 in Deutschland liegt.