SPD startet kulinarisch ins Jahr

SPD startet kulinarisch ins Jahr

Ein Neujahrsempfang ganz besonderer Art feiert runden Geburtstag. Zum 30. Mal fand an diesem Wochenende in Pachten das schon legendäre SPD-Schweinskäsessen statt.

1985 von Lothar Grund - damals hauptamtlicher Beigeordneter und SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Pachten - zum offiziellen und öffentlichen Jahresauftakt erhoben, mauserte sich das Schweinskäsessen zwischenzeitlich zur bundesweit beachteten Großveranstaltung. Politische Schwergewichte wie Johannes Rau und Oskar Lafontaine sorgten deutschlandweit für Schlagzeilen. Nach 30 Jahren existiert das Pachtener Schweinskäsessen noch immer, wenn auch als kulinarischer Neujahrsempfang und familiärer Jahresauftakt der SPD an der Unteren Saar.

Zum runden Geburtstag konnten die Pachtener SPD-Vorsitzende Brigitte Bastong und der Juso-Kreisvorsitzende Johannes Hiry mit dem SPD-Vize Ralf Stegner wieder einen bekannten Bundespolitiker begrüßen. Auch Anke Rehlinger , stellvertretende Ministerpräsidentin und amtierende Wirtschaftsministerin des Saarlandes, war mit von der Partie.

Ralf Stegner beleuchtete in seiner Rede eingehend die aktuelle Bundespolitik. Mit Blick auf Pegida kritisierte er die Demonstrationen gegen Überfremdung und drohende Islamisierung als falschen Weg. "In Deutschland braucht man Vielfalt, keine Einfalt", betonte er. Auch ansonsten gelte es, gegen Ängste, Missbrauch und Ungerechtigkeit vorzugehen. Nach der gesetzlichen Einführung des Mindestlohns müsse man nun Verfehlungen bei der Leih- und Zeitarbeit bekämpfen. Überhaupt bleibe die Gerechtigkeit ein zentraler Punkt in der Politik der Sozialdemokraten. Bezahlbares Wohnen und Chancengleichheit in Bildung und Ausbildung nannte er als weitere wichtige Schwerpunkte.

Nach Einführung des Mindestlohns nannte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger Erbschafts- und Schenkungssteuer als die nächsten großen Aufgaben, die sich bei ihren Ausführungen auf den landespolitischen Part konzentrierte.

Nach den Reden wurden langjährige Parteimitglieder geehrt: Rudi Peter und Manfred Maurer für 60-jährige Mitgliedschaft, Günter Mittermüller, Alfred Quinten, Erwin Planta, Kurt Stutz, Josef Schmeyer und Roman Oswald für jeweils 50 Jahre.

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