Solarstadt Dillingen wächst

Das Projekt „Solarstadt Dillingen" kommt voran: Eine Solaranlage wurde 2012 nahe Diefflen errichtet und 2013 nochmals erweitert. Mit rund 11 830 Solarmodulen kann sie bis zu 2,9 Millionen KWh liefern.

Bläulich schimmern die schräg gestellten Solarmodule am Pachtener Wald zwischen Wasserwerk Nord und Ortsrand Diefflen. Über eine Länge von 300 Metern und an der breitesten Stelle fast 200 Meter stehen sie seit Mitte 2012 auf dem Gelände einer ehemaligen Sandgrube. Die passende Fläche wurde 2010 sondiert, Baubeginn war am 2. Mai 2012 durch das Generalunternehmen Juwi Solar aus Wörrstadt. Damals wurden auf rund sechs Hektar 9064 Solarmodule aufgestellt. Sie wandeln Sonnenenergie in Strom um, der erstmals am 1. August 2012 ins Netz ging. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte Mitte September.

Bei einer Nennleistung von 2,22 Megawatt Peak waren jährlich 2,2 Millionen Kilowattstunden Strom möglich, natürlich abhängig von der Sonneneinstrahlung. Diese Energie reichte aus, etwa 733 Haushalte zu versorgen.

Gebaut wurde die Anlage von der PVA Diefflen GmbH & Co. KG, an der die DSD Steel Group GmbH/DSD Solarvent GmbH sowie die Dillinger Stadtwerke beteiligt sind. Die Anlage war ein weiterer Schritt zur Solarstadt Dillingen und zum Null-Emissions-Landkreis Saarlouis.

Schon 2012 hatte es Überlegungen gegeben zum weiteren Ausbau. Der erfolgte Anfang 2013 ebenfalls durch die PVA Diefflen. Mit zusätzlichen 0,7 MWh, stellte Arno Minn dar, Geschäftsführer der Stadtwerke Dillingen. Nun stehen weitere 2772 Solarmodule auf dem Gelände. Insgesamt weist die Photovoltaik-Anlage bei Diefflen jetzt 11 836 einzelne Module auf. Damit lassen sich mittels Sonneneinstrahlung bis zu 2,9 Millionen Kilowattstunden erzeugen. Eine Energiemenge, die dem Verbrauch von 950 Haushalten entspricht.

Alles zusammen hat die Anlage Investitionen von rund 5,5 Millionen Euro erfordert. Die technische Betriebsführung liegt bei den Dillinger Stadtwerken.

Die Photovoltaikanlage gilt als Teil des saarländischen Energiekonzeptes. Es soll bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent regenerativer Energie bereit stellen.

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