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Sehen, anfassen, riechen: Hobbys hautnah erleben

Sehen, anfassen, riechen: Hobbys hautnah erleben

Dillingen. Die Welt der kreativen Freizeitgestaltung beginnt gleich hinter dem Eingang in der Dillinger Stadthalle: Nach links führen schwarz ausgelegte Stände mit Schmuck, nach rechts sind sie weiß, darauf verzierte Kerzen sowie Stoffpilze und Kissen. Doch das ist nur der Einstieg in die Freizeitausstellung "Saar-Hobby"

Dillingen. Die Welt der kreativen Freizeitgestaltung beginnt gleich hinter dem Eingang in der Dillinger Stadthalle: Nach links führen schwarz ausgelegte Stände mit Schmuck, nach rechts sind sie weiß, darauf verzierte Kerzen sowie Stoffpilze und Kissen.Doch das ist nur der Einstieg in die Freizeitausstellung "Saar-Hobby". 68 Aussteller aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz und Frankreich haben am Wochenende zwei Tage lang gezeigt, was mit Einfallsreichtum und Geduld geschaffen werden kann. Auf zwei Etagen der Dillinger Stadthalle ging es vorbei an Gemälden, dreidimensionalen Grußkarten, Schmucksteinen und vielem mehr.

Mit flinker Nadel strickten dort Astrid Corne aus Gerlfangen und ihre Mutter, Gisela Petry. "Die Ideen kommen manchmal über Nacht", sagte Corne. Neben Strümpfen, Schals und Pullovern macht sie auch bunte Tonfiguren aus kleinen Blumentöpfchen. Mit die jüngsten Hobby-Künstler waren Nina Marschel, elf, und Sarah Kost, 13, aus Brotdorf. Die beiden Mädchen malen zusammen, öfter auch gemeinsam an einem Bild. "Das Malen tut der Seele gut", erklärte Kost die Motivation.

Bunte Hüte und Schals aus Filz waren ausgelegt, an einem Stand sprühten Künstler ihre Motive aufs Papier, andere zeigten kunstvoll bemalte Straußeneier. Weitere Kreativ-Schöpfungen waren beispielsweise lebensechte Puppen, Skulpturen aus Streichhölzern, Drechselarbeiten und festliches Krippenzubehör.

"Ich bin ein großer Seifen-Freak", erklärte die hauptberufliche Apothekerin Jutta Wilhelm aus Dillingen. Für ihre großen Seifenstücke verwende sie nur reine ätherische Öle, deshalb "riecht das nicht so aufdringlich". Heilerde komme mit hinein, in anderen steckten Pfefferminz, Mohn, Fenchel und weitere angenehme Düfte. Mit Bienenwachs-Farben malte Werner Blank aus Püttlingen. Die trug er auf eine erhitzte Metallplatte auf, dann wurde das Motiv auf hitzebeständiges Papier übertragen. Enkaustik nennt sich das uralte Verfahren. "Das Chili-Öl hat seinen Namen verdient", meinte die begeisterte Hobby-Köchin Elke Arnold aus Saarbrücken lächelnd.

Daneben stand Schwarzbier-Gelee. Auf einen fragenden Blick hin versicherte sie: "Das ist wirklich aus Bier gekocht. Die Kindervariante ist Malzbier-Gelee." "Das Malen

tut der

Seele gut."

Die 13-jährige Sarah Kost

über ihr Hobby