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Arbeitnehmer
Die Digitalisierung bietet eine Chance

Dillingen. Bundeskonferenz der Stahlunternehmen in Dillingen sieht Chance für Menschen mit Behinderung. red

Die Schwerbehindertenvertreter der deutschen Stahlunternehmen sowie Experten aus Politik und Gewerkschaften haben am Mittwoch und Donnerstag im Gästehaus von Dillinger eine Konferenz-Klausur gehalten. Die bundesweite Tagung fand in dieser Form zum zweiten Mal statt und stand unter dem Motto „Strukturwandel gestalten und damit betriebliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung erhalten“.


Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger informierte die rund 30 Klausurteilnehmer zum Thema „Zukunft Stahl – Beschäftigungsmotor für Menschen mit Behinderungen“.

Arbeitsdirektor und Personalvorstand von Dillinger und Saarstahl, Peter Schweda, betonte: „Die Beschäftigung und Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern mit Behinderung spielt in der saarländischen Stahlindustrie, ebenso wie die generell sichere und gesunde Arbeitsplatzgestaltung, eine bedeutende Rolle. Die fortschreitende Digitalisierung in sämtlichen Bereichen unserer Unternehmen kann dabei wichtige Chancen eröffnen.“



Auch Rehlinger unterstrich die Rolle der saarländischen Stahlindustrie dabei: „Für die Menschen mit Behinderungen als wichtiger Bestandteil der Belegschaften ist es unumgänglich, dass ihre spezifischen Anliegen im Auge behalten und angegangen werden. Dabei geht es nicht nur um den individuell gestalteten und barrierefreien Einsatz der Menschen an ihren Arbeitsplätzen, sondern auch um den erforderlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die angemessene Ausgestaltung der gesetzlichen und betrieblichen Altersversorgung.“

Die Stahlindustrie ist mit über 80 000 Beschäftigten einer der wichtigsten Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktoren in Deutschland.

Aktuell beschäftigt sie laut Pressemitteilung mehr als 7000 Menschen mit Behinderungen. Der große Mix an Arbeits- und Aufgabenstellungen ermöglicht den behinderungsgerechten Einsatz an modernen Arbeitsplätzen.