Samstag ist in Dillingen noch ein kultureller Festtag

Kultur-Stadt-Fest : Drei Tage voll Kultur und Gastronomie

Besucher loben das Konzept des Dillinger Kultur-Stadt-Festes, das noch an diesem Samstag gefeiert wird.

Am diesem Samstag geht das neunte Kultur-Stadt-Fest mit einer Oldie-Nacht auf dem Dillinger Odilienplatz zu Ende. Schon zum Start am Donnerstagabend herrschte eine prächtige Stimmung. Neben den Musikgruppen auf zwei Bühnen lockte das kulinarische Angebot von fünf Dillinger Gastronomen zahlreiche Besucher an.

„Herzlich willkommen zu drei Tagen Kultur und Gastronomie“, begrüßte Franz-Josef Berg die Gäste. Der Bürgermeister betonte dabei, dass dies erst der Auftakt zum Dillinger Sommer sei. Zahlreiche Veranstaltungen werden bis zum September noch folgen (siehe Info). Zudem hob er hervor, dass neben dem musikalischen Vergnügen „gut essen und trinken“ zum Stadtfest gehöre. Den obligatorischen Fassanstich vollzog er daher mit den Festwirten Andrea Reimringer, Concetta Pignanelli, Gerlinde Seger, Raoul Mailänder sowie Kult-Wirt Oskar Krämer.

Den Auftakt gab zunächst die saarländische Band „The Beavers“ mit alten Hits und Songs aus den aktuellen Charts. „Wir waren vor drei Jahren schon mal dabei“, erzählte der Bandleader Mike Nieder, „da ging’s richtig rund.“ Und auch diesmal klatschten und sangen die Festbesucher bei „Sexy“ von Marius Müller-Westernhagen oder Mark Forsters „Chören“ mit.

Der Beginn um 18 Uhr war zwar noch etwas verhalten, einige trauten wohl dem Wetter nicht, doch schnell füllte sich der Odilienplatz. An Bistro-Tischen und an den Ständen wurde gelacht, getanzt und gefeiert. „In Dillingen ist immer was los“, sagte René Maltha, der mit seiner Frau Christine Stammgast auf dem Stadtfest ist. „Die Preise sind sehr zivil, und die Musik ist richtig klasse“, schwärmte der Saarlouiser.

Und auch Bertram Mautes aus Pachten war begeistert: „Das Konzept mit den Coverbands ist sehr gut“, lobte der 61-jährige Selbständige. Die Bon-Jovi-Tribute-Band „Bounce“, die ab 20.30 Uhr spielte, hat er schon bei einem Konzert in Lebach erlebt. „Das sind alles Bands, die Stimmung machen“, freute er sich auf die drei Tage. „Hier spielt das Who-is-Who der Tribute-Band-Szene“, bestätigte Werner Treimetten. Mit seiner Event-Agentur berät er die Stadt seit fünf Jahren bei der Auswahl der Bands. Er sieht noch deutlich Potenzial im Dillinger Stadtfest: „Viele wissen leider nicht, was hier geboten wird.“

Raoul Mailänder, der an seinem Stand Paella und Cocktails offeriert, machte ebenfalls einen Vorschlag zur Optimierung des Festes: „Es wäre klasse, wenn die Veranstaltung im Stadtpark stattfinden würde“, der Firmenlauf zeige doch, dass dort eine tolle Atmosphäre möglich sei. Er betreibt direkt am Odilienplatz ren „Kaufmannsladen“, die fehlenden Parkplätze während des Festes seien für ihn als Einzelhändler aber kein Problem. „Das klappt inzwischen ganz gut“, lobte er den Auf- und Abbau des städtischen Bauhofes.

Wie Mailänder sind auch Gerlinde Seger („ich bin sehr zufrieden“) von der Hermann-Löns-Schänke, Oskar Krämer (Gasthaus Hauch-Knopp) sowie Concetta Pignanelli (Ristorante Porto Cervo) von Anfang an dabei. „Geld verdienen wir damit nicht“, sagte die Italienerin, die Wein und Sekt, Pasta und Fleischgerichte im Angebot hat. Aber es sei eine gute Werbung, sowohl fürs Restaurant wie für die Stadt Dillingen.

Seit neun Jahren gibt es nun das Stadtfest, aber „da Oskar“ betreibt schon über 20 Jahre lang Stände auf Dillinger Festen. Krämer trauert ein wenig den legendären Schnuppertagen nach, „da ging die Post ab“. Erst seit vier Jahren ist Andrea Reimringer dabei, erst mit ihrem Party-Service und jetzt erstmals mit einem zusätzlichen Getränkestand. Bier und deftige Kost von der Bratwurst bis zum Schnitzelweck gibt es bei der Diefflerin und ihren fleißigen Helfern.

Fass-Anstich mit Bürgermeister und Festwirten (von links): Kult-Wirt Oskar Krämer, Bürgermeister Franz-Josef Berg, Andreas Jung (Bitburger), Raoul Mailänder, Gerlinde Seger, Concetta Pignanelli und Andrea Reimringer. Foto: Axel Künkeler

Mit der Emmes in Saarlouis wollen sich die Dillinger nicht vergleichen, trotzdem herrscht viel Betrieb an den Ständen. Die Kombination von „Kultur und Gastronomie“ kommt an, man trifft sich und genießt den Sommerabend. „Wir geben Vollgas“, versprach dann auch noch Olli Henrich. Der Frontman der Wuppertaler Bon Jovi-Tribute-Band „Bounce“ kündigte an, „Dillingen rocken“.

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