Saarlouis wird zur "Sing City"

Saarlouis. Als Finale der Musikfestspiele Saar 2013 soll "Sing City" - das größte Open-Air-Chorfestival an der Saar - in diesem Jahr die Massen nach Saarlouis locken. 60 000 Besucher waren 2012 bei der Premiere in Saarbrücken, als sich 100 saarländische Chöre an einem Tag in der Innenstadt präsentierten

Saarlouis. Als Finale der Musikfestspiele Saar 2013 soll "Sing City" - das größte Open-Air-Chorfestival an der Saar - in diesem Jahr die Massen nach Saarlouis locken. 60 000 Besucher waren 2012 bei der Premiere in Saarbrücken, als sich 100 saarländische Chöre an einem Tag in der Innenstadt präsentierten. Ein Riesenerfolg für den Saarländischen Chorverband und eine Veranstaltung, die Professor Robert Leonardy, Leiter der Musikfestspiele Saar, nach eigenem Bekunden "umgehauen" hatte.

Ein Erfolg, der am Samstag, 31. August, in der Innenstadt von Saarlouis wiederholt werden soll. Der Startschuss dazu fällt um elf Uhr.

"Es war eine Situation, wie ich sie vorher noch nie erlebt habe", schwärmte Leonardy gestern bei einer Pressekonferenz im Saarlouiser Rathaus von der Premiere 2012. Beeindruckt von der Präsentation habe er entschieden, die Großveranstaltung in das Programm der Musikfestspiele aufzunehmen. "Mir war klar, es muss eine Fortsetzung geben."

Und die soll jetzt in Saarlouis folgen. "Ich bin begeistert über die Möglichkeiten, die wir hier haben", sagte Leonardy.

Angefangen vom Kleinen Markt (dort steht die Hauptbühne) über die Französische Straße und den Großen Markt bis hin zu den Kasematten und der Altstadt soll sich Saarlouis am 31. August in eine "klingende und singende Stadt" verwandeln. Eingebunden als Veranstaltungsorte werden die Ludwigskirche und die Kaufhäuser Pieper und Globus, selbst die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis wollen einen Doppeldeckerbus zur Verfügung stellen, in dem gesungen werden darf. 20 Minuten haben die Chöre jeweils Zeit, Werbung für das Singen zu machen. Danach folgt an den Veranstaltungsorten der Wechsel.

Wie Marianne Hurth, Präsidentin des Saarländischen Chorverbandes, erklärte, rechnet der Verband, als Veranstalter, mit 100 Chören und über 3000 Sänger aus allen Altersklassen, die sich an 15 Spielorten präsentieren.

Bereits am Freitag, 30. August, um 20 Uhr, gestaltet der Landesjugendchor Saar in der Evangelischen Kirche das Eröffnungskonzert.

"Chormusik zum Anfassen", sei die vornehmste Aufgabe des Verbandes, wie Hurth meinte. "Sing City" sei eine Veranstaltung, die diesem Anspruch mehr als gerecht werde, spreche sie doch ein großes Publikum an und biete gleichzeitig den Chorsängern die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Für Oberbürgermeister Roland Henz ist es eine große Freude, das Open-Air-Festival in Saarlouis begrüßen zu dürfen. Die Organisation liegt mit in den Händen des Kulturamtes unter Federführung von Heike Breitenmoser. Henz prognostizierte bereits gestern "restlos zufrieden zu sein" mit der Resonanz. Bereits jetzt haben sich 57 Chöre mit über 1500 singenden Menschen angekündigt, wie Hurth erklärte. Die gewünschte Anzahl von 100 Chören werde sicher erreicht.

Etwa 40 000 Euro kostet die Umsetzung von "Sing City", die Kosten teilen sich jeweils zu einem Drittel Stadt, Chorverband und die Musikfestspiele. Außerdem werde die Veranstaltung von Sponsoren mitgetragen, wie Breitenmoser erklärte. "Ich bin begeistert über die Möglich-

keiten, die wir hier haben"

Robert Leonardy

Auf einen Blick

Das Open-Air-Chorfestival "Sing City" startet am Samstag, 31. August, ab elf Uhr in der Innenstadt von Saarlouis. Etwa 100 Chöre sollen sich dabei präsentieren.

Der Kinderchor aus der Kindertagesstätte Christkönig in Saarlouis hat sich bei der Präsentation gestern für Sing City bereits wärmstens empfohlen. Foto: Heike Theobald.

Wer Interesse hat, kann sich bis 15. April über den Saarländischen Chorverband (2013@saarlaendischer-chorverband.de) oder dem Kulturamt der Stadt Saarlouis (sabine.schmitt@saarlouis.de) anmelden. hth