1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Dillingen

Saarländische Ehrennadel für Mohammed Ghodstinat

Saarländische Ehrennadel für Mohammed Ghodstinat

Merzig-Wadern/Dillingen. Ehre, wem Ehre gebührt: Mohammed Ghodstinat hat im Dillinger Rathaus die Saarländische Ehrennadel erhalten. Im Auftrag und mit einem Lobschreiben von Innenminister Klaus Meiser hat Mathilde Balenzia, Beigeordnete der Stadt Dillingen, Ghodstinat für sein langjähriges Engagement für die Dillinger Initiative "Hilfe für Einzelschicksale international" geehrt

Merzig-Wadern/Dillingen. Ehre, wem Ehre gebührt: Mohammed Ghodstinat hat im Dillinger Rathaus die Saarländische Ehrennadel erhalten. Im Auftrag und mit einem Lobschreiben von Innenminister Klaus Meiser hat Mathilde Balenzia, Beigeordnete der Stadt Dillingen, Ghodstinat für sein langjähriges Engagement für die Dillinger Initiative "Hilfe für Einzelschicksale international" geehrt. Ghodstinat setzt sich für Projekte zum Vorteil ganzer Gruppen wie für Einzelschicksale gleichermaßen ein. Oftmals hilft der Verein, indem er Förderer sucht und Geld für notwendige medizinische Operationen sammelt: Wenn Ärzte im Heimatland nicht weiterhelfen können, greift die Dillinger Initiative ein. So etwa bei dem 14-jährigen Samuel Habtai aus Eritrea, der an einer Blutkrankheit litt oder bei der an Brustkrebs erkrankten Ardiana Saraci aus dem Kosovo, die beide in Deutschland behandelt wurden. Auch soziale Projekte unterstützt Ghodstinat: Sein Verein half, eine Schule für tibetische Flüchtlingskinder in Indien zu finanzieren, und dabei, ein Beratungszentrum für sozial schwache Frauen im Iran zu bauen. Schon im Juni 2006 war die "Hilfe für Einzelschicksale international" im Rahmen der Aktion "Saarlands Beste" der Saarbrücker Zeitung ausgezeichnet worden: Die SZ-Leser hatten die Dillinger Initiative zu Saarlands bestem Verein gewählt. "Ich freue mich über die Auszeichnungen. Aber es geht nicht um mich", äußert Ghodstinat, "es geht um die vielen Menschen auf der ganzen Welt, die Hilfe benötigen." Hilfe für kranke IranerinZum Beispiel um Luma Mustafa, die der Verein aktuell unterstützt: Die Irakerin ist an Morbus Hodgkin, einer seltenen Krebsart, die das Lymphsystem befällt, erkrankt. Dank des Einsatzes der Dillinger Initiative und der saarländischen Spenden wird Luma derzeit in der Asklepios-Klinik in Hamburg behandelt. Der Onkel der 18-Jährigen lebt in der Hansestadt und war im Internet auf Ghodstinats Verein aufmerksam geworden. "Wenn wir nicht wären, hätte Lumas Onkel wohl aufgegeben; er war nicht immer zuversichtlich. Aber wir haben uns weiterhin eingesetzt", sagt Ghodstinat. Lumas Chemotherapie ist nun beinahe abgeschlossen, eine Stammzellentherapie, bei der die gesunde körpereigene DNS vermehrt wird, soll sich anschließen. Hierzu benötigt die Initiative noch rund 21 500 Euro.