| 20:22 Uhr

Kappensitzung der Salokinesen
Riesen-Rummel mit Spitzen-Gaudi

Ein närrischer Boxer-Auftritt auf dem Rummel der Salokinesen.
Ein närrischer Boxer-Auftritt auf dem Rummel der Salokinesen. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin
Dillingen. Bei der Kappensitzung der Dillinger Salokinesen findet sich das närrische Volk auf einem Rummelplatz wieder.

Der Popcorn-Duft im Foyer des evangelischen Gemeindehauses war vielversprechend. Und auch im Saal wurden die Erwartungen des Narrenvolkes mehr als erfüllt. In zahlreichen Arbeitsstunden hatte das Bühnenbauteam mit Luigi Berg, Rainer Friedrich und Jürgen Holl einen echten Rummelplatz auf die Bühne gezaubert. Und während bei vielen Sitzungen die Moderatoren während der einzelnen Programmpunkte hinter der Bühne verschwinden, durften Elisa Blass und Jana Barth in ihren Kassenhäuschen Platz nehmen. Als Babsi Spangier von der Geisterbahn und Renate Sonnenberger vom
Autoscooter sorgten die beiden Damen in den Pausen immer wieder für viele Lacher. Die waren aber auch den unverwechselbaren Musikdarbietungen der Salokis und dem Boxer-Quartett mit seinen fünf Sängern gewiss.



Eröffnet wurde der abwechslungsreiche Abend in der überaus schönen Atmosphäre des Saales vom Nachwuchs. Die zehn Mädchen der Kindergarde zeigten, was sie gelernt haben, und ernteten für ihren Beitrag viel Beifall. Vorsitzender Tobias Becker war gleich in mehreren Rollen zu sehen, sorgte zusammen mit Julia Becker nicht zuletzt dafür, dass immer wieder Bewegung in den Saal kam. Beim Bingo etwa durften sich drei Gewinner über nicht allzu ernst gemeinte Hauptgewinne freuen.

Ein echter Hauptgewinn für die Sitzung waren die Boxer, die mit spitzer Zunge das Zeitgeschehen auf die Schippe nahmen. Mit Hits wie „Atemnot in der Stadt – Abendrot um drei Uhr“, sorgten sie für viele Lacher. Aber auch ihr kritischer Blick auf die Schließung des Krankenhauses sorgte trotz erstem Hintergrund für gute Stimmung beim Publikum. Schließlich durfte in der musikalischen Abrechnung auch die Kirche nicht fehlen, statt des Besuchs im Gotteshaus empfahlen die Herren einfach die Kirchen App – inklusive eines Hostien-Lieferservice mit einer Gratisflasche Messwein.

Die Damen der Salokis schließlich hatten einige Lösungen für die Stadt parat, träumten von einer großen Vergnügungsmeile mit Jahrmarkt und Superkirmes. Vielleicht, so mutmaßten sie, gäbe es ja auch Platz für einen Öko-Puff. Auf jeden Fall wussten sie, würden Diefflen und Pachten ganz schön neidisch werden.

Wahrsager, ein TÜV-Prüfer und Kim Berni Un machten den Rummel bis spät in den Abend, der vom Auftritt der Männergarde gekrönt wurde, perfekt.



(cim)