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Hallenfußball
Primstals Träume platzen kurz vorm Ziel

Endlich am Ziel: Nach zwei Final-Niederlagen feierten die Jungs des TuS Nohfelden zum Abschluss der Hallenrunde doch noch einen Turniersieg.
Endlich am Ziel: Nach zwei Final-Niederlagen feierten die Jungs des TuS Nohfelden zum Abschluss der Hallenrunde doch noch einen Turniersieg. FOTO: Bonenberger/ / B&K
Was für ein letztes Qualifikations-Wochenende! Der VfL Primstal hatte das Ticket fürs Hallenmasters fast schon in der Hand, wurde dann aber doch abgefangen. Rastpfuhl und Bildstock sind dagegen erstmals beim Finalturnier dabei.

Turnier des FV Eppelborn:


Das war bitter für Saarlandligist VfL Primstal! Mit einem Sieg beim Möbel-Arop-Cup des FV Eppelborn (58 Wertungspunkte) wären die Schwarz-Roten in letzter Sekunde noch auf den Masters-Zug aufgesprungen. Der VfL schaffte es auch bis ins Finale  und rettete sich dort gegen Oberligist FC Wiesbach nach einem 1:4-Rückstand noch durch Tore von Tobias Zimmer, Karsten Rauber und Tobias Scherer in die Verlängerung. In Überzahl (nach Gelb-Rot gegen Wiesbachs Maurice Urnau) brachte Steffen Haupenthal den VfL sogar mit 5:4 in Führung – das Masters war zum Greifen nah. Doch Wiesbach schlug zurück. Sebastian Lück traf zum 5:5, und Cordt Flätgen zerstörte mit dem 6:5-Siegtreffer für die Hertha die Masters-Träume der Primstaler.

„Wir waren in der Hallenrunde zwei Mal Erster, zwei Mal Zweiter und einmal Dritter und fahren jetzt mit über 80 Punkten trotzdem nicht zum Masters. Das ist bitter“, stöhnte Primstals Zimmer. „Allerdings hält sich die Enttäuschung in Grenzen, da wir eine Masters Teilnahme ohnehin nicht geplant hatten.“ Zimmer lief in der Halle noch mal für sein Team auf, nachdem er  aus beruflichen Gründen seine Karriere eigentlich schon beendet hatte.

Rang drei ging in der Eppelborner Hellberghalle an die bereits sicher fürs Masters qualifizierte SG Lebach-Landsweiler. Der Saarlandligist bezwang im kleinen Finale den gastgebenden Oberligisten mit 5:3 nach Verlängerung.



Turnier des SV Furschweiler & des TuS Hirstein:

Landesligist TuS Nohfelden hat den Kreispokal der St. Wendeler Volksbank in der Namborner Liebenburghalle (29 Wertungspunkte) gewonnen. Beim vom SV Furschweiler und dem TuS Hirstein gemeinsam veranstalteten Turnier bezwang der TuS im Finale Bezirksligist SG St. Wendel mit 5:3. „Wir haben zuletzt zwei mal bei Hallenturnieren das Finale verloren. Deshalb freuen wir uns riesig, dass wir jetzt unser letztes Turnier doch noch gewonnen haben“, jubelte TuS-Stürmer Jannis Weider.

Während der 22-Jährige vorne in der Zwischen- und Endrunde die nötigen Tore erzielte (insgesamt acht), hielt hinten Trainer Fabian Scholler den Kasten sauber. Der 27-Jährige, der normalerweise im Mittelfeld spielt, ging zwischen die Pfosten, weil Stammtorwart Michael Seibert mit einer Sehnenverletzung im Finger ausfiel. „Er hat ein paar Dinger richtig gut gehalten“, staunte St. Wendels Trainer Frank Backes. „Wenn wir die gemacht hätten, hätten wir gewinnen können.“

Rang drei ging an den VfL Primstal II (Verbandsliga) durch ein 2:1 im kleinen Finale gegen Landesligist SG Bostalsee. 400 Zuschauer sahen die Begegnungen des Turniers.

Turnier der SSV Pachten:

Riesenjubel in der Dillinger Sporthalle West am Sonntagabend. Und das gleich doppelt: Der VfB Dillingen (Saarlandliga) und der FC Rastpfuhl (Verbandsliga) hatten beim Turnier der SSV Pachten (55 Wertungspunkte) beide das Masters-Ticket gelöst. Dillingen war schon nach dem 7:1-Sieg im Viertelfinale gegen Bezirksligist VfB Gisingen am Ziel – und ist nun zum zweiten Mal in Folge beim Endturnier dabei. Rastpfuhl musste dagegen lange zittern. Doch noch während das Endspiel gegen den VfB Dillingen (3:4) lief, brandete plötzlich Jubel auf der Rastpfuhler Bank auf. Der Grund: Konkurrent VfL Primstal hatte das Finale des Eppelborner Turniers mit 5:6 nach Verlängerung gegen den FC Wiesbach verloren. Dadurch war Rastpfuhl unabhängig vom Ergebnis des eigenen Finals fürs Masters qualifiziert – erstmals in der Vereinsgeschichte.

Die Spvgg. Quierschied, die FSG Bous und der FV Diefflen verspielten dagegen ihre letzten Masters-Chancen. Quierschied blieb nach einer 3:6-Niederlage im Viertelfinale gegen Diefflen ohne Punkte. Für Diefflen war Rang drei (5:3 im kleinen Finale gegen Bous) ebenso zu wenig wie Rang vier für die FSG. Beide hätten das Turnier gewinnen müssen, um noch eine Chance zu haben.

Turnier des 1. FC Riegelsberg:

Die SF Köllerbach haben mit einem Sieg beim Prowin-Cup des 1. FC Riegelsberg (49 Wertungspunkte) am Samstag die letzten theoretischen Zweifel an der Masters-Qualifikation beseitigt. In der Riegelsberghalle zeigten die SF im Finale gegen Verbandsligist SC Reisbach eine tolle Aufholjagd. Der Außenseiter lag nach Toren vom Emre Akbulut, Fabio Mahler und Antonio Cortese schon mit 3:1 vorne, doch dann drehte Köllerbach auf und siegte am Ende mit 4:3. Meriton Mehmeti gelang das entscheidende Tor.

Köllerbach hatte im Halbfinale die Spvgg. Quierschied, die noch dringend Masters-Zähler sammeln musste, bezwungen.

Turnier des SV Wahlen-Niederlosheim:

Landesligist SV Losheim ist erstmals seit 2011 wieder beim Hallenmasters dabei! Die Schwarz-Weißen machten durch einen Sieg beim Ford-Hissler-Cup des SV Wahlen (46 Wertungspunkte) die insgesamt achte Qualifikation endgültig perfekt. Im Finale in der Dr.-Röder-Halle in Losheim bezwang der SVL den Saarlandligisten SV Mettlach mit 3:2. Rang drei ging an den gastgebenden Landesligisten SV Wahlen-Niederlosheim, der im kleinen Finale Verbandsligist FC Brotdorf mit 5:2 bezwang. Der SV war auch mit der Zuschauerzahl zufrieden. An drei Tagen kamen 985 Besucher.

Turnier des SV Morscholz:

Nach drei dritten und einem zweiten Platz in diesem Hallenwinter hat Verbandsligist FC Noswendel Wadern am Sonntag endlich seinen ersten Turniersieg einfahren können. Beim 29. Hallenfußball-Turnier des SV Morscholz (28 Wertungspunkte) in der Waderner Herbert-Klein-Halle setzte sich das Team um Spielertrainer Thorsten Schütte mit 4:1 im Finale gegen den FC Wadrill (Landesliga) durch. Das Spiel um Platz drei konnte Süd-Landesligist SV Walpershofen durch ein 3:1 gegen Verbandsligist SG Saarlouis-Beaumarais für sich entscheiden.

Turnier des SV Auersmacher:

Einen versöhnlichen Abschluss einer durchwachsenen Hallenrunde feierte Saarlandliga-Tabellenführer SV Auersmacher beim eigenen Kurt-Doub-Gedächtnisturnier (68 Wertungspunkte). In der Sporthalle Kleinblittersdorf setzte sich der SVA durch Tore von Jonas Philipp und Hasan Sonsuz im Finale mit 2:0 gegen Regionalligist SV Röchling Völklingen durch. Die Hüttenstädter hatten schon vorher gejubelt: Denn durch den 4:1-Sieg im Viertelfinale gegen Halberg Brebach hatte Röchling die letzten noch fehlenden Zähler für die Masters-Qualifikation in der Tasche. Saarlandligist 750 Zuschauer sahen die Spiele.

Turnier des SV Bexbach:

Der SC Ludwisgthal hat beim Volksbank-Saarpfalz-Cup des SV Bexbach (24 Wertungspunkte) für eine Riesen-Überraschung gesorgt. In der Bexbacher Höcherberghalle bezwang der Tabellenführer der Kreisliga A Bliestal den fünf Klassen höher spielenden Oberligisten FSV Jägersburg mit 5:3. Rang drei ging an Bezirksligist SV Altstadt, der das kleine Finale gegen den SV Spesbach (A-Klasse Kusel-Kaiserslautern) ebenfalls mit 5:3 gewann.

Turnier der DJK St. Ingbert:

Grenzenlosen Jubel gab es nach dem Sport-Fleck-Cup der DJK St. Ingbert (41 Wertungspunkte) beim SV Hellas Bildstock – und das, obwohl der Landesliga-Tabellenführer das Endspiel gegen Ligakonkurrent SV St. Ingbert mit 2:3 verloren hatte. Denn durch Rang zwei in der Wallerfeldhalle schaffte Bildstock erstmals in der Vereinsgeschichte die Qualifikation fürs Masters.

Turnier des FC Landsweiler-Reden:

Gastgeber SG Schiffweiler-Landesweiler hat das eigene Hallenturnier (29 Wertungspunkte) gewonnen. In der Mühlbachhalle in Schiffweiler setzte sich der Verbandsligist im Endspiel klar mit 5:2 gegen Ligakonkurrent Preußen Merchweiler durch. Der spätere Sieger hatte zuvor im Halbfinale mit dem FV Schwalbach auch einen von zwei Saarlandligisten im Teilnehmerfeld aus dem Weg geräumt (5:1). Der zweite Saarlandligist, die SF Köllerbach, scheiterte mit null Punkten in der Vorrunde. Nachdem sich die SF einen Tag zuvor in Riegelsberg die Masters-Qualifikation gesichert hatte, ließ es das Team von Spielertrainer Robin Vogtland ruhig angehen.

Hellas Bildstock hatte in dieser Hallenrunde oft Grund zum Feiern. Mit Rang zwei in St. Ingbert machte das Team die erste Masters-Teilnahme perfekt.
Hellas Bildstock hatte in dieser Hallenrunde oft Grund zum Feiern. Mit Rang zwei in St. Ingbert machte das Team die erste Masters-Teilnahme perfekt. FOTO: Peter Franz