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Preisrichter achten auf kleinste Fehler

Preisrichter achten auf kleinste Fehler

Sie tragen klangvolle Namen wie Weißscheitelnonnen, Rotmaskenastrild oder Barabandsittich. Ebenso ausgefallen ist auch ihr Aussehen – zu bestaunen am Wochenende bei der 63.

Verbandsmeisterschaft der Vogelzüchter in der Schulze-Kathrin-Halle in Schwarzenholz.

"Früher mussten sich die Vereine um die Austragung der Saarlandmeisterschaft bewerben, heute ist der Verband froh, wenn sich ein Verein bereiterklärt", erzählt Harald Alt, Vorsitzender der Vogelfreunde Schwarzenholz, die einer der größten saarländischen Vogelzuchtvereine sind, mit gut 50 Mitgliedern.

Den sechs Preisrichtern aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die die 900 Prachtexemplare bewerteten, entging nicht der kleinste Fehler. "Die Wertung beginnt bei 100 Punkten, jeder noch so kleine Fehler in der Zeichnung oder Form gibt einen Abzug", sagt Alt. Er weiß, wovon er spricht, hat selbst mit seinen Großsittichen gleich zwei Landesmeistertitel sowie einen Champion errungen. "Die Züchter, die an dieser Meisterschaft teilnehmen, suchen sich die Tiere schon genau aus, die sie hier zeigen", weiß er.

Dies spiegelt sich in den Punktzahlen wieder, viele Vögel erreichen die 90-Punkte-Marke, die für ein ausgesprochen schönes Exemplar steht. Neben Schönheit war bei den Kanarien auch das Singtalent gefragt. "Leider gibt es hier immer weniger Aussteller, in diesem Jahr waren es gerade mal zwei", sagt Alt. Gesangskanarien waren Hobby der Bergleute, mit dem Bergbau stirbt dieses aus, glaubt er.

Züchter-Nachwuchs gibt es hingegen schon. So freut sich der 15-jährige Florian Schäfer aus Schmelz über das gute Ergebnis seiner Papageienamadine. "Einen guten Platz zu belegen, bedeutet für mich Motivation weiter zu machen", sagt er.

Alle Ergebnisse der Saarlandmeisterschaft:

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vogelzüchter.de