Poß will auch mal den Pott

Fußball-Verbandsligist FV Lebach hat sich zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte für das Hallenmasters qualifiziert. Trotz einer schweren Gruppe glaubt Mittelfeldspieler Timo Staroscik, dass seine Mannschaft weit kommen kann.

Timo Staroscik (hier links in einer Partie gegen den SV Landsweiler) spielt mit dem FV Lebach bislang eine tolle Hallenrunde. Foto: Semmler. Foto: Semmler

Den ersten Masters-Sieg der Vereinsgeschichte erlebte Fabian Poß, Stürmer des Fußball-Saarlandligisten FV Diefflen , vor zwölf Monaten nur von der Tribüne aus. Im Sommer 2013 war der langjährige Spieler des FVD zum 1. FC Köln gewechselt, spielte für die Regionalliga-Mannschaft, doch der Kontakt nach Diefflen war nie abgerissen. Als sich seine alte Mannschaft beim Masters 2015 im Endspiel mit 6:4 nach Siebenmeterschießen gegen den VfL Primstal durchsetzte, fieberte der 21-Jährige daher auf den Zuschauerrängen mit. "Ich wollte unbedingt dabei sein. Ich bin nach unserem Training am Morgen von Köln nach Homburg gefahren und nach dem Turnier wieder zurück", berichtet der Angreifer.

Beim Masters 2016 wird der 21-Jährige nun aber auf dem Feld stehen und versuchen, seinen ersten Masters-Titel zu holen. Denn im Sommer 2015 kehrte er nach Diefflen zurück, und nach einer herausragenden Hallenrunde mit sechs Turniersiegen bei sechs Starts ist Diefflen wieder der große Favorit. "Wir wollen das Ding auch wieder holen", nimmt Poß die Favoritenrolle an. "Wir dürfen aber nicht zu verbissen an die Sache rangehen, da müssen wir aufpassen." Dass Diefflen derzeit in der Halle das Maß der Dinge ist, führt Poß vor allem auf die große Einsatzbereitschaft des Teams zurück. "Bei uns hat einfach jeder Lust auf die Halle. Das ist bei anderen Vereinen nicht immer so. Manche Spieler haben eher wenig Bock auf die Halle."

Bock auf Halle - das haben in Diefflen aber nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans. Am Sonntag wird der FVD wohl wieder von rund 400 Anhängern unterstützt. "Das ist einfach Weltklasse, was unsere Fans da leisten. Ich habe noch kein Team gesehen, das so viele Leute in die Halle mitbringt."

Poß befindet sich übrigens derzeit in guter Form und trifft sowohl in der Halle wie auch draußen. Um die 60 Treffer gelangen dem Rückkehrer in der Hallenrunde. Bei zwei Turnieren (beim eigenen und dem der SSV Pachten) wurde der Offensiv-Akteur Torschützenkönig. In Pachten erzielte er 18 Treffer, beim eigenen Turnier waren es acht Treffer am Finaltag. "Ich bin selbst ein wenig überrascht, dass es in der Halle so gut gelaufen ist, weil ich eigentlich nicht so der typische Hallenspieler bin", erklärt Poß.

Und auch in den ersten beiden Testspielen auf dem Feld hat sich Poß schon wieder torhungrig gezeigt. Beim 10:1-Sieg am vergangenen Samstag gegen Ligakonkurrent FV Siersburg erzielte er ebenso drei Treffer wie vier Tage später beim überraschend klaren 5:1-Erfolg beim Oberligisten Hertha Wiesbach.