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Poß und Latz lassen Diefflen jubeln

Poß und Latz lassen Diefflen jubeln

Der FV Diefflen schwimmt in der Oberliga weiter auf der Erfolgswelle. Am Samstag siegte der FV vor toller Kulisse gegen Saar 05 mit 2:0. Fabian Poß und Lukas Latz sorgten im ersten Durchgang für die Tore zugunsten der Gastgeber.

Als Philipp Mandla in der 64. Minute ausgewechselt wurde, verabschiedeten ihn die Dieffler Fans mit etwas Häme: "Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen", tönte es in Richtung des Mannes, der für Saar 05 Saarbrücken im Sturm spielt. Der Grund: Mandla hatte ebenso wie Lukas Feka die ersten Saisonspiele der Fußball-Oberliga noch für Diefflen absolviert, dann aber den Verein kurzfristig Ende August Richtung Ligarivale Saar 05 verlassen (wir berichteten). Ein Schritt, der bei den Fans und Verantwortlichen des FV für Verärgerung gesorgt hatte. Deshalb hatte das Aufeinandertreffen der beiden Saar-Rivalen am Samstag auch eine besondere Brisanz.

Saar 05 auf Talfahrt

Bis auf ein paar Sprechchöre gab es auf dem Dieffler Babelsberg aber keine besonderen Vorkommnisse. Sowohl Spieler wie auch die rund 1000 Anhänger beider Clubs hielten sich an die Aufrufe der Trainer Thomas Hofer (Diefflen ) und Timon Seibert (Saar 05). Beide hatten appelliert, sich aufs Sportliche zu konzentrieren. Das wirkte. "Hier sind keine bösen Worte gefallen. Dass es ein paar Gesänge von den Zuschauern gibt, ist normal. Das gibt es in jedem Stadion. Wer sich darüber aufregt, dem kann ich nicht helfen", fand Hofer.

Obwohl im Derby alles friedlich blieb, war Saar-Trainer Timon Seibert nach dem Schlusspfiff angefressen. Doch das hatte andere Gründe: Denn was seine Mannschaft bei der 0:2-Niederlage anbot, war ihm zu wenig. "Nach dem Rückstand ging kein Ruck durch meine Mannschaft. Das war schon im letzten Derby gegen Völklingen (0:3, Anm. d. Red.) so." Seibert kopfschüttelnd: "Deshalb stehen wir dort, wo wir stehen." Regionalliga-Absteiger Saar 05 ist nach der Niederlage in Diefflen Viertletzter der Tabelle.

Verärgert war Seibert aber auch über den Unparteiischen Marco Christmann, der zwei Treffern der Saarbrücker im zweiten Durchgang die Anerkennung verweigerte. Beide erzielte der Ex-Dieffler Armend Haliti. Einmal stand er jedoch im Abseits, einmal soll er ein Foul an Michael Fritsch begangen haben. "Das mit dem Abseits kann man noch so sehen, aber dass das ein Foul war, glaube ich nicht", erklärte Seibert.

Während Seibert nach der Partie mit den Unparteiischen diskutierte, tanzten ein wenig weiter die Dieffler Spieler jubelnd im Kreis und skandierten "Derbysieger, Derbysieger." Durch den Erfolg gegen den Rivalen rückten die Rot-Weißen auf Rang drei der Tabelle vor. Diefflen ist damit momentan der beste Saarclub der Liga.

"So ein Derby zu gewinnen, ist natürlich noch ein wenig schöner als ein Sieg gegen Pfeddersheim oder Mechtersheim", meinte FV-Außenverteidiger Lukas Latz lachend. Er hatte kurz vor der Pause zum 2:0 für Diefflen getroffen. Nach einer Ecke hatte Gäste-Schlussmann Marc Birkenbach zunächst noch einen Kopfball von Michael Fritsch pariert, doch den Abpraller drückte Latz - ebenfalls mit dem Kopf - über die Linie. Zuvor hatte Torjäger Fabian Poß die Hausherren mit seinem elften Saisontreffer in Führung gebracht. Aus 16-Metern beförderte er den Ball im Fallen per Aufsetzer ins lange Eck.