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Pflanze mit nordamerikanischen Wurzeln

Pflanze mit nordamerikanischen Wurzeln

Die durchwachsene Silphie ist momentan Gegenstand von landwirtschaftlichen Experimenten. Landwirte vermuten, dass diese Pflanze eventuell den als nicht unproblematisch geltenden Mais als „Energiepflanze“ ablösen könnte.

Auf verschiedenen landwirtschaftlichen Anbauflächen "experimentieren" saarländische Bauern mit der durchwachsenen Silphie. Wie am Ortseingang Biringen, aber auch bei Fremersdorf und Schwarzenholz blühen die aus Nordamerika stammenden Pflanzen seit Wochen. Die sonnenblumenähnlichen Blütenblumen - sie sind allerdings deutlich kleiner - sind auch für Imker interessant.

Wie in Biringen stationierten sie ihre Bienenkästen unmittelbar neben den Feldern und nutzen diese so als Bienenweide. Erste Erfahrungen zeigen, dass die ursprünglich als Futter-, jetzt aber als Energiepflanze angebaute durchwachsene Silphie sehr gute Honigerträge garantiert. Nach den Vorstellungen der Landwirte könnte die durchwachsene Silphie möglicherweise den als nicht unproblematisch geltenden Mais als "Energiepflanze" ablösen. Als Futterpflanze hat sich die Silphie jedoch vielerorts weniger bewährt, da viele Pflanzenfresser die haarigen Blätter verschmähen. Für andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe und Ziegen soll sie dagegen gut geeignet sein. Auch bei Kleingärtnern ist die durchwachsene Silphie wegen ihrer schönen Blüten, ihres hohen und dichten Wuchses durch ihre extensive Anbauweise und Langlebigkeit inzwischen sehr beliebt. Im Englischen heißt die Silphie übrigens "Cup Plant", zu Deutsch: Becherpflanze. Die am Stengel verwachsenen Blattpaare bilden nämlich kleine Becher, in denen sich Tau- und Regenwasser sammelt. Durch diese Eigenschaft ist die Pflanze an Trockenstandorte angepasst, da sie den Wasservorrat in Trockenzeiten für sich nutzen kann.