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Pfarrer Martin Ufer verlässt Dillingen und geht nach Saarbrücken

Abschied : Pfarrer Martin Ufer verlässt Dillingen

Nach zehn Jahren als Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Dillingen wechselt er im Februar nach St. Arnual.

Der Wechsel nach St. Arnual ist eine bewusste Entscheidung. Wie kam die zustande?

Martin Ufer: Hier in Dillingen gab es keinen Anlass, um wegzugehen, aber Presbyteriummitglieder in St. Arnual hatten mich angefragt. Und ich bin 2019 50 Jahre alt geworden, da fragt man sich schon, fange ich nochmal etwas Neues an? Das wurde auch mit der Familie zusammen ausgiebig über Monate diskutiert.

Was reizt Sie an St. Arnual?

Ufer: St. Arnual ist anders strukturiert. Es ist eine Gemeinde auf begrenztem Raum, aber mit etwa gleicher Mitgliederzahl wie in Dillingen, um die 2800. Dort wird noch der klassische Gottesdienst gepflegt und es gibt eine florierende Kirchenmusik. Dazu kommt die gotische Kirche. Das alles hat mich gereizt.

Was gehört zur Bilanz Ihrer Zeit in Dillingen?

Ufer: Ich bin mit dem, was ich gemeinsam mit dem Presbyterium gemacht habe, sehr zufrieden. Das größte Projekt, das wir umgesetzt haben, war die Sanierung des Gemeindehauses in der Nordallee. Dort füllen nun Vereine das Haus mit Leben. Das ist eines der Vorzeigeprojekte. Außerdem ist die Ökumene in Dillingen stärker zusammengewachsen. Zusammen mit den katholischen Brüdern wurden Projekte ins Leben gerufen. Wir haben den christlich-jüdischen Dialog am Leben gehalten und neue Impulse gesetzt. Andererseits sind auch viele persönliche Bindungen entstanden.

Was hätten Sie in diesen zehn Jahren gerne anders oder besser gemacht?

Ufer: Es war zum Teil nicht alles möglich, was ich gerne gemacht hätte. Darunter ist der eine oder andere Besuch mehr in Altenheimen. Es gab in dieser Zeit aber auch sehr viele strukturelle Veränderungen in der Verwaltung. Dadurch war ich oft schlicht und einfach im Büro gebunden.

Wo werden Sie während Ihrer Zeit in St. Arnual wohnen?

Ufer: Wir wohnen noch in Pachten. Denn wie hier in Dillingen gibt es auch in St. Arnual kein Pfarrhaus. Aber auf Dauer ist das Pendeln nicht gut, es bleibt auch eine zu große Distanz. Ich wäre gerne mitten in der Gemeinde.