Personal, Maschinen und Streusalz im Kreis Saarlouis stehen bereit

Umfrage in Städten : Der nächste Winter kann kommen, die Schneeräumer stehen bereit

Mannschaften, Maschinen und Streugut sind organisiert: Die drei Städte im Kreis Saarlouis sehen sich gut gerüstet für den kommenden Winter.

„Der nächste Winter kommt bestimmt, aber Lebach ist gerüstet“, sagt die Pressesprecherin der Theelstadt, Martina Kirsch. Der städtische Bau- und Betriebshof, beim Ver- und Entsorgungszweckverband Lebach (VEL) angesiedelt, stehe bereit: „Der Streu- und Räum-Plan ist bereits aufgestellt und auch der Rufbereitschaftsplan steht.“

Wenn demnächst der Winter auf die Straßen komme, erfolge die Räumung nach einer Prioritätenliste. Bundes- und Landesstraßen als wichtigste Verkehrsadern hätten dabei Vorrang. Nachrangig seien Ortsstraßen, die aber ebenfalls nach Wichtigkeit klassifiziert sind. So würden Zubringer zu Schulen, Kitas und sonstigen öffentlichen Einrichtungen als nächstes geräumt. Eine Rolle spiele auch die Steigung der Straßen.

„Lebach verfügt zudem über einen Fuhrpark mit eigenen Räumfahrzeugen“, sagt die Rathaus-Sprecherin. Zum VEL-Fuhrpark gehören drei Unimog, ein Schmalspur-Fahrzeug und drei Klein-Traktoren mit Streuvorrichtungen. Zudem hat der VEL einen Fremdunternehmer vertraglich gebunden, der bei Bedarf ebenfalls mit einem Unimog im Einsatz ist. Und mit Pritschenwagen sind je nach Witterungslage Fußkolonnen im Einsatz, um etwa innerstädtische Punkte anzufahren und von Hand zu streuen. Mit „zwei gefüllten Salzsilos, die jeweils eine Kapazität von 80 Kubikmetern haben“, betont Kirsch, sei die Stadt auch mit Material gerüstet.

Dies ist auch in Dillingen der Fall, denn „an Streugut sind 60 Tonnen gelagert“, berichtet Stadt-Sprecherin Gertrud Schmidt. Dem Dillinger Bauhof stünden Schneeschaufeln für zwei Unimog, ein LKW und kleinere Maschinen zur Räumung von Gehwegen zur Verfügung. Der Personaleinsatz sei abhängig von der jeweiligen Straßenlage.

„Der Bauhof der Stadt Dillingen ist auf einen Wintereinbruch vorbereitet“, zeigt sich Schmidt überzeugt. Das Streugut sei eingelagert,  Werkzeuge und Maschinen seien einsatzbereit. Zudem seien die Dienstpläne für einen außerordentlichen Wintereinsatz vorbereitet und könnten jederzeit abgerufen werden. Eine Prioritätenliste für den Einsatz der Streufahrzeuge liegt auch in der Hüttenstadt vor. „Wir fragen ständig die Wetterberichte ab, um auf einen Wintereinbruch frühzeitig reagieren zu können.“

„Bereits größtenteils abgeschlossen“, sind auch die Vorbereitungen des Neuen Betriebshofes (NBS) in der Kreisstadt Saarlouis, teilt Sophia Bonnaire von der Stadtverwaltung mit. In zwei NBS-Silos lagern derzeit 300 Tonnen Streusalz, weitere 100 Tonnen liegen auf Abruf bei einem Lieferanten bereit und können bei Bedarf kurzfristig geordert werden. In einem Mischtank hat der NBS zudem 40 Kubikmeter Feuchtsalzgemisch gelagert, das dem Streusalz beim Streuen zur Wirkungsbeschleunigung sowie zur Erhöhung der Bodenhaftung beigemischt wird.

Bereit stehen auch die NBS-Einsatzfahrzeuge: zwei LKW-Großfahrzeuge und ein Schmalspur-Fahrzeug für enge Straßen sowie fünf Geräteträger mit Winterdienstausrüstung, Schneeschild beziehungsweise –Besen und Streuer-Aufbau für Wege und Plätze. Im gesamten Stadtgebiet werden zudem an besonders exponierten und gefährlichen Stellen 45 gefüllte Streugut-Boxen aufgestellt, mit deren Hilfe das direkte Umfeld abgestreut werden kann. „Bei Blitzeis können die Boxen auch durch die Bürger unmittelbar genutzt werden“, erklärt Bonnaire.

Schließlich stehen auch die Einsatzpläne fest, betont die Sprecherin. Die Streckenpläne seien überarbeitet und aktualisiert, die Bereitschaftskolonnen wurden bereits zusammengestellt.

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