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Party als Protest gegen Massentierhaltung

Party als Protest gegen Massentierhaltung

Knapp ein Dutzend Grillparty-Freunde aus dem Landkreis Neunkirchen haben sich im Garten der Familie Herber in Wustweiler getroffen, um eine Grillparty zu feiern. Ein kulinarischer Aufstand.

. "Es geht nicht alleine um uns Menschen, sondern auch um das Wohl der Tiere", sagte Christel Hasmann aus Wiebelskirchen. Christel Hasmann war am Samstag Teilnehmerin einer Grillparty ganz besonderer Art. Grillen des Grillens wegen ist Marie Luise Herber und ihren Freunden nicht genug. Sie schloss sich der bundesweiten Aktion "Grillen gegen die Agrarindustrie" an, einer Kampagne des Bündnisses "Compact-Demokratie in Aktion". Die deutschlandweit stattfindenden Grillpartys sind Teil des Protests gegen die Massentierhaltung. Knapp ein Dutzend Grillparty-Freunde aus dem Landkreis Neunkirchen versammelten sich im Garten der Familie Herber in Wustweiler. Jeder brachte etwas mit. Die Herkunft und die Art der Tierhaltung sei beim Kauf und Verzehr entscheidend. "Industrielle Massentierhaltung geht bei uns überhaupt nicht", so die Meinung der Partygäste in Wustweiler. Bei der Wustweiler Party kam, ganz im Sinne des kulinarischen Aufstandes, etwas ganz Anderes auf den Grill. Tofuwürstchen, Gemüse, regionales Landschwein, Bio-Schnitzel, Käse. Die regionale bäuerliche Landwirtschaft soll unterstützt werden. Wichtigstes Ziel der Kampagne ist eine "Agrarwende", mit klaren Tierschutzbestimmungen, einer massiven Beschränkung des Antibiotika-Einsatzes und hohen Hürden für den Bau neuer Großställe. Die größte Grillparty-Demo in Deutschland findet am 31. August in Wietze bei Celle in Niedersachsen statt.

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