Saarlandpokal: Pachten fiebert dem Stadtduell entgegen

Saarlandpokal : Pachten fiebert dem Stadtduell entgegen

Fußball-Landesligist SSV Pachten trifft heute in der dritten Runde des Saarlandpokals auf den großen Nachbarn VfB Dillingen. Genau wie Pachten hofft auch der Bezirksligist SV Lisdorf, der gegen den Saarlandligisten Mettlach antreten wird, auf eine der klassischen Pokal-Überraschungen.

Pachten Pokalfieber im Landkreis Saarlouis. Die Auslosung zur dritten Runde des Fußball-Saarlandpokals im Kreis Westsaar brachte einige interessante Begegnungen. Gespielt wird heute Abend um 19 Uhr. Ein besonders attraktives Los hat Landesligist SSV Pachten erwischt. Die Grün-Weißen empfangen den Stadtnachbarn und Saarlandliga-Tabellenführer VfB Dillingen.

Pachtens Vorsitzender Jürgen Kuhn fiebert dem Duell entgegen. „Für uns ist das natürlich ein echter Höhepunkt“, erklärt der Vereinsboss. Und vor der Partie hat er einen kleinen Traum. „Ich würde mir wünschen, dass es nach der Verlängerung Unentschieden steht, wir im Elfmeterschießen gewinnen und dann in der nächsten Runde gegen den FV Diefflen spielen“, erklärt Kuhn. Dass dieser Traum aber wohl nicht in Erfüllung geht, weiß auch der langjährige Vereinsboss. „Im Pokal ist zwar alles möglich, aber normalerweise wird es für uns gegen so einen Gegner nur darum gehen, das Ergebnis im Rahmen zu halten.“

Während Pachten insgeheim auf eine Pokalsensation hofft, hat Bezirksligist SV Lisdorf vor einigen Wochen schon eine geschafft. In der zweiten Runde des Wettbewerbs besiegte der Club aus dem Saarlouiser Stadtteil Verbandsliga-Tabellenführer SG Rehlingen-Fremersdorf mit 4:3.

Nun spielt Lisdorf heute um 19 Uhr gegen Saarlandligist SV Mettlach. Der geht mit Respekt vor dem Team von Trainer Frank Adam in die Partie. „Wir sind gewarnt“, erklärt Mettlachs Trainer Christoph Gläsner. „Wir müssen dort voll konzentriert zu Werke gehen, wenn wir weiterkommen wollen.“

Ein besonderes Pokalspiel steht heute Abend auch für Uwe Klein, den Trainer der SG Körprich-Bilsdorf an. Zum Heimspiel gegen Verbandsligist FSV Hemmersdorf könnte der 55-Jährige eigentlich gemeinsam mit dem Gegner anreisen. Denn Klein wohnt in Hemmersdorf und stand auch schon von 2004 bis 2008 als Übungsleiter beim FSV an der Seitenlinie – und das mit großem Erfolg. Zwei Mal wurde er mit Hemmersdorf Meister. Klein führte den Club von der Bezirks- in die Verbandsliga, die damals die höchste Spielklasse im Saarland war.

Die mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Hemmersdorfer liegen derzeit völlig überraschend mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Platz der Verbandsliga Süd-West. Körprich-Bilsdorf ist dagegen nach einem guten Start Tabellenzweiter der Landesliga West. Zwei Tatsachen, die Klein auf eine Überraschung gegen seinen Ex-Club hoffen lassen. „Wenn es bei Hemmersdorf weiter so schlecht läuft wie bisher ist für uns vielleicht was drin“, erklärt er. „Normalerweise müssten sie uns aber schlagen, weil sie eine richtig gute Mannschaft haben.“

Die dritte Runde im Saarlandpokal ist übrigens die letzte, in der die drei saarländischen Regionalligisten (1. FC Saarbrücken, SV Elversberg, SV Röchling Völklingen) noch nicht mit dabei sind. Sie steigen erst in der kommenden Runde in den Wettbewerb ein.

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