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Fußball-Oberliga
Krauß hofft, dass der Knoten platzt

Matthias Krauß (Zweiter von rechts) trifft hier für den VfB Dillingen. Der ehemalige Stürmer von Hertha Wiesbach ist derzeit allerdings nicht so gut drauf.
Matthias Krauß (Zweiter von rechts) trifft hier für den VfB Dillingen. Der ehemalige Stürmer von Hertha Wiesbach ist derzeit allerdings nicht so gut drauf. FOTO: Ruppenthal
Dillingen. Fußball-Oberligist VfB Dillingen empfängt am Samstag um 14.30 Uhr den FC Hertha Wiesbach. VfB-Stürmer Matthias Krauß kam vor zwei Jahren von der Hertha zum VfB. Findet er gegen seinen Ex-Klub zu alter Treffsicherheit zurück? Von Philipp Semmler

Matthias Krauß war vergangene Saison beim sensationellen Aufstieg des VfB Dillingen von der Saarland- in die Oberliga einer der absoluten Erfolgsgaranten.19 Mal traf der Angreifer bei 27 Einsätzen. Damit war er der beste Torschütze seines Clubs – mit weitem Abstand vor Janek Velten (zehn Tore). Doch in dieser Spielzeit läuft es bei dem 26-Jährigen alles andere als rund. Erst einen einzigen Saisontreffer hat Krauß bislang auf dem Konto.


„Ich hoffe, dass jetzt der Knoten endlich platzt“, sagt der in Quierschied lebende Angreifer vor dem Duell gegen seinen Ex-Club FC Hertha Wiesbach an diesem Samstag um 14.30 Uhr. „Im Moment ist bei mir nämlich einfach der Wurm drin. Dinger, die ich letzte Saison noch gemacht habe, mache ich im Moment nicht“, hadert der Angreifer mit sich.

Hinzu kommt, dass Krauß bislang auch erst acht Mal gespielt hat. Ein Urlaub im August und eine vierwöchige Rotsperre im September verhinderten mehr Einsätze. Umso mehr brennt Krauß auf das Duell gegen seinen Ex-Club: „Für dieses Spiel bin ich drei Mal so motiviert wie für eine normale Partie“, verrät der Angreifer. „Als wir aufgestiegen sind, habe ich mich am meisten drüber gefreut, gegen Wiesbach spielen zu können.“



Allzu viele altbekannte Gesichter wird Krauß allerdings auf dem Platz nicht mehr wiedertreffen. Denn bei der Hertha gab es vor der Saison einen großen personellen Umbruch. Mit Torwart Julian Wamsbach und Abwehrchef Sebastian Lück gehören derzeit nur noch zwei Spieler zu Wiesbachs Stammelf, mit denen Krauß noch gemeinsam gespielt hat. Lück und Krauß sehen sich auch derzeit noch oft, weil sie zusammen auf derselben Polizeidienststelle in Neunkirchen arbeiten. „Wir haben uns vor dem Spiel schon ein wenig gehänselt“, berichtet Krauß.

Wenig zu lachen haben Krauß und Lück allerdings derzeit beim Blick auf die Tabelle. Dillingen steht auf dem vorletzten Platz. Zumindest etwas besser sieht es in Wiesbach aus. Durch den 3:1-Sieg gegen den SC Idar-Oberstein am vergangenen Samstag kletterte das Team von Trainer Michael Petry von Rang 14 auf Platz zwölf. Allerdings beträgt der Vorsprung der Hertha auf einen möglichen Abstiegsplatz nur einen Zähler. „Wir wollen diesen Abstand im Derby vergrößern und unsere kleine Serie ausbauen“, sagt Hertha-Trainer Michael Petry. Vor dem Sieg gegen Idar-Oberstein hatte seine Mannschaft bereits beim 0:0 bei der TuS Koblenz gepunktet. Verzichten muss Wiesbach allerdings in den kommenden Wochen auf Leistungsträger Hendrik Schmidt, der sich gegen Idar-Oberstein ein Band an der Ferse gerissen hat.

Dillingen hat acht Punkte weniger als Wiesbach. Deshalb muss im Derby dringend ein Sieg her. „Wenn wir gewinnen und die Punkte aus dem Koblenz-Spiel bekommen, sind wir wieder dran. Sonst wird es wohl verdammt schwer für uns, die Klasse zu halten“, weiß Krauß.

Das Urteil über die Wertung der am 13. Oktober abgebrochenen Partie des VfB gegen die TuS Koblenz sollte der VfB eigentlich Anfang dieser Woche schriftlich zugestellt werden (wir berichteten). „Bis jetzt haben wir aber noch keine Nachricht erhalten“, erklärte der VfB-Vorsitzende Josef Schya am Freitag.