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Fußball-Oberliga
Mit einem „Panzer“ gegen die Teufel

Aaron Engeldinger (l.) bekam in Trier den Spitznamen „Panzer“, wegen der kompromisslosen Art in Zweikämpfen. Im Sommer kam er nach Diefflen.
Aaron Engeldinger (l.) bekam in Trier den Spitznamen „Panzer“, wegen der kompromisslosen Art in Zweikämpfen. Im Sommer kam er nach Diefflen. FOTO: Kerosino / Achim Thiel
Diefflen. Fußball-Oberligist Diefflen empfängt am Samstag den 1. FC Kaiserslautern II. Mit dabei sein wird auch Neu- zugang Aaron Engeldinger, der 20-Jährige hat den Spitznamen Panzer. Von Philipp Semmler

Ein „Panzer“ soll mithelfen die roten Teufel zu stoppen! Wenn der FV Diefflen an diesem Samstag um 15.30 Uhr auf dem heimischen Babelsberg den 1. FC Kaiserslautern II empfängt, wird Aaron Engeldinger mit auf dem Feld stehen.


Der 20-Jährige hat in seinem Spielerprofil im Internet den Spitznamen „Panzer“ stehen. „Den bekam ich in Trier in der A-Jugend von meinem damaligen Trainer Daniel Paulus verpasst, weil ich so kompromisslos in den Zweikämpfen war“, erklärt der Defensivspieler lachend. „Daniel hat mich einmal so genannt – bei der Eintracht hat sich das dann durchgesetzt.“

Insgesamt drei Jahre spielte der aus Eft-Hellendorf stammende Engeldinger an der Mosel. Zwei Jahre in der A-Jugend, letzte Saison dann im Oberliga-Team. Zuvor war Engeldinger in der U17 des 1. FC Saarbrücken aktiv. Unter dem heutigen Trainer des FC Hertha Wiesbach, Michael Petry, war er sogar in der U 17-Bundesliga aktiv. „Eine tolle Erfahrung, auch wenn unsere Punktzahl damals sehr gering war“, sagt Engeldinger.



Im Sommer dieses Jahres folgte dann der Wechsel nach Diefflen. „Ich habe im Oktober eine Ausbildung bei der Polizei im Saarland angefangen. In Trier hätte ich deshalb nicht mehr immer ins Training gehen können“, berichtet Engeldinger. „Ich wollte aber weiter Oberliga spielen, und da hat sich Diefflen angeboten. Zum einen, weil es auf halben Weg zwischen meiner Ausbildungsplatz in Saarbrücken und meinem Heimatort liegt. Zum anderen, weil Diefflen ein guter Verein ist.“

Bei seinem neuen Club hat Engeldinger, dessen zwei Jahre älterer Bruder Simon bei Saarlandligist SV Mettlach spielt, mittlerweile auch eine neue Position bekommen. Der 20-Jährige agierte in den ersten Saisonspielen als rechter Außenverteidiger. In den beiden vergangenen Partien gegen den SV Röchling Völklingen (0:1) und beim TSV Emmelshausen (4:1) durfte er dann ein wenig weiter vorne ran – im rechten Mittelfeld. „Das gefällt mir gut. Da kann ich meine Schnelligkeit einbringen und noch ein wenig mehr Flanken“, freut sich Diefflens Neuzugang.

Wo er gegen Kaiserslautern II spielt, hängt aber auch von der taktischen Grundausrichtung von FV-Trainer Thomas Hofer ab. „In Trier haben wir immer dasselbe System gespielt. Hier in Diefflen trainieren wir mehrere Systeme. Durch diese taktische Flexibilität kann ich mich auch persönlich gut weiterentwickeln“, sagt Engeldinger. Und mit welcher Taktik kann man der Tabellendrittletzte aus Diefflen zu Hause den Tabellenneunten aus der Pfalz zu Hause schlagen? Engeldinger: „Der FCK II hat ganz viele junge Spieler, die spielerisch stark sind. Aber wenn man gegen die jungen Spielern körperlich dagegen hält, dann hat man eine Chance.“ Mit einem „Panzer“ in der Startformation könnte dem FV dies gelingen.