| 23:31 Uhr

Fußball-Oberliga
Diefflen lässt die Roten Teufel leiden

Torschütze Merouane Taghzoute (Mitte) und Vorbereiter Chris-Peter Haase (rechts) kommen nach dem Treffer zum 3:2 zum Abklatschen zu Trainer Thomas Hofer. Der musste schon vor der Pause verletzt vom Feld.
Torschütze Merouane Taghzoute (Mitte) und Vorbereiter Chris-Peter Haase (rechts) kommen nach dem Treffer zum 3:2 zum Abklatschen zu Trainer Thomas Hofer. Der musste schon vor der Pause verletzt vom Feld. FOTO: Britz Heiko / Heiko Britz.www.digfot.de
Diefflen. Der FV Diefflen hat am Samstag in der Fußball-Oberliga dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit den 1. FC Kaiserslautern II mit 3:2 (1:2) bezwungen. Neuzugang Merouane Taghzoute traf vor 300 Zuschauern gleich zwei Mal. Von Philipp Semmler

Da schloss sich ein Kreis: Merouane Taghzoute vom FV Diefflen erzielte am Samstag in einer packenden Oberliga-Partie seines FV gegen den 1. FC Kaiserslautern das erste und das letzte Tor des Spiels. Zunächst brachte der 20-Jährige die Hausherren nach einem Zuckerpass von Michael Fritsch in der neunten Minute in Führung. In der 67. Minute gelang dem Neuzugang dann der 3:2-Siegtreffer. Taghzoute überwand Gäste-Schlussmann Jonas-Janko Weyand mit einem Flachschuss aus 16 Metern, nachdem der eingewechselte Chris Haase für den Franzosen aufgelegt hatte. Für Taghzoute war es der erste Doppelpack in der Oberliga.


Kein Wunder also, dass er nach dem Schlusspfiff überglücklich war: „Das war gut für mich und super für die Mannschaft“, erklärte der 20-jährige strahlend. „In der ersten Hälfte haben wir noch zu viele Bälle verloren, aber in der zweiten Hälfte haben wir sehr gut gespielt. Deshalb haben wir verdient gewonnen“, ergänzte Taghzoute.

Auch FV-Trainer Thomas Hofer war nach dem zweiten Sieg seines Teams in Folge zufrieden. „Das waren ganz wichtige Punkte. Wir funktionieren als Mannschaft nur, wenn wir uns 90 Minuten den Arsch aufreißen. Und das haben die Jungs heute gemacht.“



Allerdings hatte Diefflen auch nach der frühen Führung eine mehr als 30-minütige Schwächephase, in der die Gäste die Partie dominierten. Nachdem FV-Abwehrspieler Yacine Baizidi in der 14. Minute über den Ball trat, konnte Kaiserslauterns Hüseyin Cakmak völlig alleine aufs Tor zulaufen und zum 1:1 vollstrecken.

Für Baizidi war die Partie kurz danach frühzeitig beendet. Der Franzose musste mit einer Knieverletzung raus. Auch Spielertrainer Hofer erlebte den Halbzeitpfiff nicht mehr auf dem Feld. Nach einem Schlag auf den Oberschenkel ging der 36-Jährige in der 33. Minute vom Platz. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste schon mit 2:1. Mohamed Morabet war in der 28. Minute von links unbedrängt in den Strafraum gestürmt und hatte zur Pausenführung für die Gäste getroffen.

Würde Diefflen damit im zehnten Spiel die siebte Niederlage kassieren? Nein, denn nach dem Seitenwechsel übernahmen die Hausherren wieder die Kontrolle. Lukas Latz glich in der 55. Minute nach einer Freistoß-Hereingabe von Aaron Engeldinger zum 2:2 aus. Zwölf Minuten danach gelang Taghzoute das 3:2-Siegtor.

Sehr zum Ärger von FCK-Trainer Hans-Werner Moser. „Diefflen hat das Spiel aufgrund der zweiten Hälfte hochverdient gewonnen. Was wir da gezeigt haben, war aber auch unsere schlimmste Leistung in dieser Saison. Indiskutabel. Wir haben wohl gedacht, es geht so weiter wie in der ersten Hälfte, ohne dass wir was dafür tun müssen“, monierte der 53-Jährige.

Nach dem 3:2 hatte Diefflen sogar noch zwei Riesenmöglichkeiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten: In der 83. Minute schoss Fritsch ans Lattenkreuz. Sechs Minuten danach hämmerte Haase eine Hereingabe des 20-jährigen Maximilian Kolodziej, der erstmals von Beginn an spielte, an den Pfosten.

Durch den Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern II kletterte Diefflen in der Tabelle um einen Platz nach oben. Der FV liegt vor dem Auswärtsspiel am Samstag um 16.30 Uhr beim FV Engers mit nun zehn Zählern auf Rang 15. Vor dieser Partie muss der Oberligist aber noch am morgigen Mittwoch zu einem schweren Pokalspiel reisen: Um 19 Uhr spielt die Hofer-Elf beim amtierenden Saarlandliga-Meister TuS Herrensohr.