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Französische Kunst im Lokschuppen
„Nur Freundschaft macht das möglich“

Claus Zöllner (ganz rechts) bringt in seinen Ausstellungen Kunst, Publikum und Politik aus Deutschland und Frankreich zusammen.
Claus Zöllner (ganz rechts) bringt in seinen Ausstellungen Kunst, Publikum und Politik aus Deutschland und Frankreich zusammen. FOTO: Thomas Seeber
Dillingen. Claus Zöllner hat den 1. Dillinger Kunstsalon im Lokschuppen eröffnet. An Aufmerksamkeit fehlte es dabei nicht. we

Vor einem ansehnlich großen Publikum hat am Mittwochabend der Kunstorganisator Claus Zöllner im Lokschuppen den ersten Dillinger Kunstsalon eröffnet. Er präsentiert dort 30 Künstler, zumeist aus Frankreich, die mit Gemälden und Skulpturen vertreten sind. Der Kunstsalon ist der erste Teil des von Zöllner angestoßenen und von der Stadt Dillingen mitorganisierten Kunstsommers Dillingen. Folgen werden noch die Aufstellung größerer Skulpturen in der City und eine Ausstellung in der Stadthalle.


Zöllner habe den Kunstsalon „in hervorragender Weise organisiert“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Berg zur Eröffnung. Als wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch in der Großregion würdigte der saarländische Bundestagsabgeordnete Markus Uhl (CDU) die Ausstellung. Man feiere das Schöne, sagte er, der Einsatz von Zöllner sei „wunderbar“. Uhl sprach anstelle des verhinderten Landtagsabgeordneten Roland Theis.

Der Präsident des Vereins „Comité franco-allemand pour l’Europe“, Gregory Dufour, erklärte, was die Künstler verbinde, sei unter anderem, dass sie „alle renommiert sind, viele schon in der ganzen Welt ausgestellt haben“, dass sie alle in der Lage seien, „uns zu überraschen“ – und „die Freundschaft mit Claus Zöllner“. Es sei nur Freundschaft wie diese, weswegen es Zöllner schaffe, solche Ausstellungen immer wieder zu organisieren. Freundschaft und Kunst seien schon immer eng verbunden gewesen. Auch in der „Schule von Barbizon“, einer eng verbundenen Gruppe von Landschaftsmalern im Frankreich des 19. Jahrhunderts, sei das so gewesen. Da sei auch Platz gewesen für deutsche Maler. Claus Zöllner sei schon mit 18 Jahren „dem Charme der Maler aus der Schule von Barbizon“ erlegen. Er habe begonnen, ihre Bilder zu sammeln – der Beginn seiner Kunstleidenschaft. Insofern, sagte Dufour, sei die große Ausstellung im Lokschuppen „auch ein kleines Erbe von Barbizon“.



Claus Zöllner, der in Wallerfangen lebt, hatte ähnliche, wenn auch kleinere Ausstellungen rund 20 Jahre lang in Saarlouis gezeigt. So kam auch ein Teil des Saarlouiser Publikums mit nach Dillingen, darunter auch Ratsmitglieder, Bürgermeisterin Marion Jost, Landtagsvizepräsident Günter Heinrich, sein Vorvorgänger Kurt Schoenen oder der Wallerfanger Bürgermeister Günter Zahn.

Die Ausstellung ist noch bis 12. August im Lokschuppen in Dillingen zu sehen. Dienstags bis sonntags 11 bis 18 Uhr.