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Ausbildung
Dann wieder in den elterlichen Betrieb

 Nils Hornetz hat seine Ausbildung zum Elektroniker (HWK) als Landesbester abgeschlossen.
Nils Hornetz hat seine Ausbildung zum Elektroniker (HWK) als Landesbester abgeschlossen. FOTO: BeckerBredel
Dillingen. Der landesbeste Azubi der E-Handwerker, Nils Hornetz, macht erst den Bundeswettbewerb. Und darauf folgt die Meisterschule. Von Frank Bredel und Julia Bastian

Die Lehre im eigenen Betrieb war für Nils Hornetz der Start einer Erfolgsstory. Schaltschränke und Kabelgewirr schrecken ihn nicht. Für seine Qualitäten als junger Elektriker wurde er gerade ausgezeichnet.


Da er schon immer eine Leidenschaft fürs Basteln und Bauen hatte, entschied sich Nils Hornetz nach seinem Abitur gegen ein Studium und für eine Ausbildung zum Elektroniker in Energie- und Gebäudetechnik. Diese schloss er 2018, nach zwei Jahren Ausbildung, als Landesbester ab und wurde dafür von der Handwerkskammer des Saarlandes geehrt.

Erfahren hat er davon mehr oder weniger durch Zufall: „Ich wurde auf der Arbeit von jemandem vom ZVEH, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, angerufen“, erzählt der 21-jährige Dillinger. „Man sagte mir, dass ich zum Bundesleistungswettbewerb der E-Handwerke eingeladen sei. Als ich dann fragte wieso, sagte man mir, dass ich Landesbester im Saarland sei“, sagt Hornetz lachend.



Seine Ausbildung absolvierte er im elterlichen Betrieb, Elektro Hornetz in Beckingen. „Meine Eltern arbeiten beide in dem Betrieb, der 1963 von meinem Opa gegründet wurde. Als ich mich für eine Ausbildung entschieden habe, war es klar für mich, dass ich in dem Betrieb arbeiten möchte.“

Die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis, die er durch Schule und Arbeitsstelle hatte, gefiel ihm an seiner Ausbildung sehr. Außerdem habe er die praktischen Lehrgänge der Handwerkskammer, die zweimal im Jahr stattfanden, sehr geholfen. „Theoretisch etwas zu planen und am Schluss dann das fertige Produkt zusehen, also ein beleuchtetes Haus in meinem Fall, ist einfach ein geiles Gefühl“, sagt der Elektroniker aus Leidenschaft, der in seiner Freizeit auf dem Fußballplatz des 1. FC Beckingen zu finden ist. Dort spielt er in der ersten Mannschaft der Aktiven.

„Zweimal die Woche steht Training an, und in der Saison sind sonntags dann die Spiele. Wenn ich kein Fußball spiele, reite ich auch gerne.“ Seine Familie hat zwei Pferde, die er in der Freizeit gerne nutzt, an Turnieren nimmt er aber nicht teil. Zudem ist er leidenschaftlicher Konzertgänger. „Am liebsten Punkrock“, sagt er.

Für seine berufliche Zukunft kann er sich gut vorstellen, im elterlichen Betrieb zu bleiben, doch zunächst steht die Meisterschule an: „Den Meister mache ich in Vollzeit bei der Handwerkskammer in Saarbrücken. Dafür habe ich mich schon angemeldet. Die Meisterschule geht von August bis nächstes Jahr im Juli.“