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Verbraucherschutz
Verbraucherzentrale warnt vor Nepp bei Mobilfunkanbietern

Dillingen. „Dauerbrenner“ bei der Verbraucherzentrale Dillingen nennt die Beraterin Elif Tanto die Ärgernisse rund um Mobilfunkverträge. „Wir haben gehäuft Fälle, bei denen im Shop etwas versprochen wurde, was so nicht eingehalten wurde, oder auch mit dem Vertrag etwas untergeschoben wurde“, berichtet sie.

Sie warnt, sich Lockangebote, die mit „Handy für nur einen Euro“ oder ähnlichem werben, stets genau anzusehen und vor allen Dingen das „Kleingedruckte“ genau zu lesen: „Dahinter stecken oft Verträge mit einer hohen Startgebühr.“ Auch andere Probleme kennt sie aus der Beratung: „Bisweilen wird im Shop ein neuer Vertrag verkauft und der alte wird trotz Absprache nicht gekündigt, der Kunde muss dann doppelt zahlen.“


Die Verbraucherzentrale des Saarlandes kann in solchen Fällen Kontakt zu den jeweiligen Telekommunikationsanbietern, die inzwischen über eigene „Deeskalationsabteilungen“ verfügen, aufnehmen und den fehlerhaften Vertrag anfechten. „In den meisten Fällen wird eine gute Lösung gefunden“, verrät Tanto.

Die Probleme mit Mobilfunkanbietern ziehen sich übrigens durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten, betont Beraterin Brigitte Paul: „Vom Schüler bis zum Rentner.“ Was für die Beraterinnen noch ein recht neues Phänomen ist: „Wir haben zunehmend Migranten in der Beratung, denen auf Grund von Sprachproblemen teure Verträge untergeschoben wurden“, berichtet Paul, „die haben alle dasselbe erzählt: Dass ihnen im Shop etwas versprochen wurde, was absolut nicht stimmen kann.“



Leider käme man aus solchen Vereinbarungen im Handyladen kaum wieder raus: „Im Shop gilt kein Widerrufsrecht“, warnt Brigitte Paul. Deshalb sollte man unbedingt alle Unterlagen aufbewahren. Und: „Immer die AGB lesen. Oder wenigstens einen Blick hineinwerfen, welche Kosten angegeben sind.“