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Marina glaubt an Diefflens Chance

Marina glaubt an Diefflens Chance

Fußball-Saarlandligist FV Diefflen trifft heute Abend im Halbfinale des Fußball-Saarlandpokals auf Regionalligist SV Elversberg. FV-Torwart Enver Marina geht ganz gelassen in die Partie, schließlich hat er eine ganze Menge Erfahrung im Pokal.

Der FV Diefflen ist im Pokal-Fieber. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat der FVD im Saarlandpokal die Runde der letzten vier erreicht. Dort trifft das Team von Spielertrainer Thomas Hofer heute Abend um 19 Uhr auf den zwei Klassen höher spielenden Regionalligisten SV Elversberg . "Die ganze Umgebung freut sich auf dieses Spiel", berichtet FV-Torwart Enver Marina. Rund 1000 Zuschauer erwartet sein Club zu der Begegnung.

"Wir sind alle richtig heiß auf das Spiel. Wenn wir ins Finale kommen würden, wäre das der absolute Knaller", sagt Diefflens Offensiv-Akteur Fabian Blass. Eine Chance auf ein Weiterkommen sieht der 25-Jährige vor allem dann, wenn es seinem Team gelingen sollte, in Führung zu gehen. "Dann will ich nicht wissen, was oben auf dem Babelsberg los ist", erklärt Blass lachend. Beim Versuch, einen Treffer zu erzielen, kann mit Chris Haase aber einer der beiden FV-Torjäger nicht mitwirken - er fällt mit einer Gehirnerschütterung aus. "Vielleicht setzt aber gerade das beim Rest der Mannschaft zusätzliche Kräfte frei", hofft Blass.

Während der Offensivspieler dem Spiel entgegenfiebert, wird bei Torhüter Marina der Puls beim Einlaufen heute Abend aber wohl nicht so hoch sein. Marina hat den Wettbewerb nämlich schon vier Mal gewonnen. Drei Mal mit dem 1. FC Saarbrücken und einmal vor zehn Jahren mit dem KC Kutzhof (damals spielte auch der heutige FV-Trainer Hofer dort). Deshalb weiß Marina auch genau, worauf es in dieser Partie ankommt. "Wir müssen das Spiel eng machen und auf Konter lauern", sagt Marina.

Der 39-Jährige glaubt dabei, dass Diefflen dem Favoriten durchaus ein Bein stellen kann. Und das aus zwei Gründen. "Zum einen spielen wir auf Kunstrasen. Wir sind diesen Belag gewöhnt, weil wir fast täglich drauf trainieren. Elversberg dagegen nicht", erklärt der Torhüter . Der zweite Grund: Marina denkt, dass der Gegner vielleicht ein wenig zu locker an die Begegnung herangeht. "Die SVE hat in der Regionalliga viele harte Spiele in den Knochen, da werden sie sicher personell etwas rotieren."

Und noch ein weiterer Grund, den Marina nicht erwähnt, macht eine Überraschung zumindest nicht unmöglich. Diefflen hat nämlich noch drei weitere Akteure in seinen Reihen, die auch selbst schon Regionalliga gespielt haben. Neben dem Torhüter sind dies Fabian Poß, der schon für den 1. FC Köln II auflief, Michael Müller (früher 1. FC Saarbrücken ), sowie Philipp Mandla, der für den VfL Wolfsburg II und den Goslarer SC in der vierthöchsten deutschen Spielklasse kickte.

Marina, der am vergangenen Samstag beim 2:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft in der Liga beim SC Friedrichsthal wegen einer Erkältung fehlte, hat seinen Kontrakt am Dieffler Babelsberg übrigens für die kommende Runde verlängert. "Es macht mir Riesenspaß hier. Die Leute sind sehr nett, und auch der Verein ist großartig", erklärt der Torhüter . Eine Einschränkung seiner Zusage gibt es aber. "Wenn ich ein Angebot als Torwart-Trainer bei einer Profi-Mannschaft bekommen würde, würde ich das vermutlich annehmen", erklärt Marina, der selbst eine eigene Torwart-Schule betreibt.