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Lions Club Dillingen fördert Postkartenaktion in vier Seniorenheimen

In Kontakt bleiben : Wer schreibt, der bleibt: Postkartenaktion in vier Seniorenheimen

Mit einer Postkartenaktion hat der Lions Club Dillingen in vier Seniorenheimen für Freude und Abwechslung gesorgt.

Mit einer Postkartenaktion hat der Lions Club Dillingen für Freude in vier Seniorenheimen in Dillingen oder Beckingen gesorgt.

Für Pflegebedürftige im stationären Bereich und deren Angehörige ist die Corona-Pandemie eine besonders schwierige Zeit. Bis vor kurzem galten absolute Kontaktverbote. Da war es nicht einfach, mit nahestehenden Menschen die Verbindung zu halten. Schon zu Ostern hatte Myriam Scherer, Past-Präsidentin des Lions Clubs Dillingen/Saar, eine Idee: „Wir besorgen Postkarten und Briefmarken, verteilen diese an die Seniorenheime und helfen den Pflegebedürftigen beim Ausfüllen der Karten, damit sie so Kontakt zu ihren Lieben und Angehörigen halten können.“ So wurden kurzerhand 500 Postkarten gedruckt und diese samt Briefmarken an insgesamt vier Seniorenheime verteilt: Altenpflegeheim St. Franziskus, Seniorenpalais Saarpark und DRK Gästehaus in Dillingen sowie an die Rosenresidenz in Beckingen.

Die Heimleitungen und das Betreuungspersonal waren begeistert. „Einige der Bewohner und Gäste schrieben eigenhändig eine Karte, andere diktierten einen Text, weil sie selbst nicht mehr schreiben konnten, wieder andere malten etwas auf die Karte und so manches pfiffige Gedicht wurde kreiert. Auch wurden Fotos angefertigt, die der Karte beigefügt werden konnten“, berichtet Peter Kerber vom Seniorenpalais Saarpark. Dabei nutzten viele auch die Gelegenheit, gleich mehrere Karten zu schreiben, um sich auch bei denen wieder in Erinnerung zu bringen, von denen sie schon längere Zeit nichts mehr gehört hatten.

Katiuscia Conrad, Heimleiterin der Rosenresidenz in Beckingen, freute sich: „Das ist eine willkommene Ablenkung in dieser schweren und beängstigenden Krisenzeit. Unsere Senioren waren ganz bei der Sache und hoch motiviert!“ So entspann sich bei manchen sogar ein regelrechter Briefwechsel.

Birgit Jacob, Heimleiterin DRK Gästehaus, meinte: „Eine wunderbare Geste, die sicher lange in Erinnerung bleiben wird und die für alle Beteiligten sehr wohltuend war.“

Ideengeberin Scherer war ganz gerührt von den vielen Fotos und Danksagungen, die ihr zugesendet wurden: „So wie diese Corona-Pandemie sicherlich in die Geschichtsbücher eingehen wird, so bin ich auch sicher, dass viele die eine solche Karte aufheben, noch in Jahrzehnten davon erzählen werden.“