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Liebes-Ärger und ein streunender Wolf

Liebes-Ärger und ein streunender Wolf

Niedersaubach. Der Spielleiterin Helga Kron gelang durch intensives Proben mit ihren Schauspielern die ursprüngliche Kraft, den sprühenden Humor und die historische Authentizität des Drehbuches herauszuarbeiten. Der Heimatdichter Josef Schäfer hat ein Werk hinterlassen, das die nachweisbare Wolfsjagd schildert, in sehr schönen und dichten Bildern den Konflikt zwischen dem Rümmelbacher Besenberger Matz und den Saubacher Bauern erzählt und das einfache, schlichte Leben der Vorfahren vor 200 Jahren darstellt.An dem großen Erfolg war auch der Bühnenmaler Edwin Warken aus Scheuern beteiligt. Es ist ihm gelungen, das Dorf in leuchtenden Farben auf die Kulissen zu zaubern, wie es sich auf dem preußischen Urkataster von 1845 darstellt. Einen reibungslosen Ablauf der Umbauten gewährleistete der Bühnenbauer Engelbert Alt mit seiner Bühnenkonstruktion.

Niedersaubach. Der Spielleiterin Helga Kron gelang durch intensives Proben mit ihren Schauspielern die ursprüngliche Kraft, den sprühenden Humor und die historische Authentizität des Drehbuches herauszuarbeiten. Der Heimatdichter Josef Schäfer hat ein Werk hinterlassen, das die nachweisbare Wolfsjagd schildert, in sehr schönen und dichten Bildern den Konflikt zwischen dem Rümmelbacher Besenberger Matz und den Saubacher Bauern erzählt und das einfache, schlichte Leben der Vorfahren vor 200 Jahren darstellt.An dem großen Erfolg war auch der Bühnenmaler Edwin Warken aus Scheuern beteiligt. Es ist ihm gelungen, das Dorf in leuchtenden Farben auf die Kulissen zu zaubern, wie es sich auf dem preußischen Urkataster von 1845 darstellt. Einen reibungslosen Ablauf der Umbauten gewährleistete der Bühnenbauer Engelbert Alt mit seiner Bühnenkonstruktion.

Das Volksstück spielt im Jahre 1816 und hat sich nach mündlicher Überlieferung so oder so ähnlich im Dorf abgespielt. Nach den langen unruhigen Jahren des Napoleon-Krieges ist nun endlich wieder Ruhe und Frieden in das kleine, etwa 20 Häuser zählende Dörfchen eingekehrt. Doch da überschlagen sich die Ereignisse. Der mittellose Dragonerschorsch aus Saubach verliebt sich in die Tochter eines reichen Rümmelbacher Bauern, womit dieser ganz und gar nicht einverstanden ist.

Er setzt die Saubacher Bauern unter Druck, damit sie der Liaison ein Ende setzen. Das bringt ebenso viel Unruhe ins Dorf wie ein streunender Wolf, gegen den die "tapferen Helden" des Dorfes auf königliche Anordnung zu Felde ziehen müssen.

"Grawe Jupp" hat in sein Volksstück Sagen eingearbeitet, die den älteren Saubachern noch bekannt sein dürften. So trieben nächtens zwei Unholde namens Longchen und Dellhas in dem Dorf ihr Unwesen. Man erzählte sich mancherlei Schauergeschichten von den beiden. Nicht geheuer war auch der Heimweg von Aschbach nach Niedersaubach, wo sich dem mitternächtlichen Fußgänger plötzlich ein hell erleuchtetes Gasthaus am Wegesrand zeigte, in dem sich gotteslästerliches Treiben abgespielt haben soll. Im Volksmund nennt man dieses Flurstück "Deiwelsgrawen". red

Interessierte können auf dem Portal "unser-niedersaubach.de" die Filmaufnahme des Schauspiels und Fotos der Aufführung finden.

Auf einen Blick

Die Besetzung: Georg Bachmann, genannt "Dragonerschorsch" (Björn Schäfer), Krischan Neubauer, der Bürgermeister (Alfons Krämer), Pittchen Altmeyer, der Schneider (Werner Mai), Louis Eisenbarth, der Schmied (Arnold Schaefer), Kloos Dompenberg, der Gemeindediener (Adalbert Herrmann), Hannes vaan der Heck, genannt "Heckenhannes", der Wirt (Manfred Mai), Matz Bösenberg als Bauer von Rümmelbach (Paul Mattick), Gret Bösenberg, seine Frau (Inge Hutter), Malchen Bösenberg, beider Tochter (Ute Jungblut). Alfons Krämer spielte bei der Uraufführung 1954 den Dragonerschorsch. red