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Leser-Reporterin erhält E-Mail mit gefährlichem Anhang

Leser-Reporterin erhält E-Mail mit gefährlichem Anhang

Hacker finden immer wieder neue Wege, um Viren durch die Spam-Filter der Mailserver zu schleusen. Hinter seriös wirkenden Zahlungsaufforderungen verbirgt sich oft gefährliche Schadsoftware.



Irene Marxen aus Dillingen zum Beispiel erhielt eine Zahlungsaufforderung für Waren im Wert von 313,09 Euro per Mail. Die soll sie beim Versandhaus Neckermann bestellt haben. Bei Nichtbezahlung müsse sie "mit erheblichen Strafen und Unannehmlichkeiten" rechnen, schreibt der vermeintliche Anwalt Oliver Schäufelein.

Aufgrund von persönlichem Anschreiben und Angabe einer Bestellungsnummer wirkt die Mail erst einmal seriös. "Ich habe noch nie bei Neckermann bestellt", sagt Marxen. Im Anhang findet sie, laut Schreiben, Einzelheiten der Bestellung und Rechnungsdaten. Sie ruft beim Kundenservice an: Dem liegt keine Rechnung vor. Marxen löscht die Mail, den Anhang ungeöffnet.

Gut so. Denn laut Verbraucherberatung verbirgt sich im Anhang solcher Mails ein Virus, der den PC ausspioniere oder lahmlege.

Die Seriösität von Mails sollte immer hinterfragt werden, rät die Verbraucherzentrale in Dillingen. Wenn man sich nicht sicher sei, ob man angegebene Bestellung gemacht habe, solle man auf keinen Fall den Anhang öffnen und erst beim Kundenservice nachfragen. So verhindere man, dass sich eine gefährliche Schadsoftware installiere, die Daten ausspioniere oder das System lahmlege. Das sei vor allem gefährlich, wenn vom betroffenen PC aus Homebanking betrieben werde.

Den Hinweis bekamen wir von Leser-Reporterin Irene Marxen aus Dillingen. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Nummer (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie alles an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter.